1. Oktober

Yes, we can ! – Oder: Was machen 45 Amerikaner in Eschede (Teil 3)

Ein fünfteiliger Bericht über vier tolle Tage mit Blue Lake-Musikern in und um Eschede. Der Ankunftstag war im letzten Bericht „kurz“ umrissen. – Also könnte man jetzt sagen:

Der Morgen danach !

Nach dem ersten, feucht-fröhlichen interessanten Abend folgte am nächsten Morgen für den ein oder anderen „das böse Erwachen.“ – So auch für mich. Weckergebimmel mitten in der Nacht um 7.00 Uhr. Die Seh­schlitze öffnen sich und stellen fest: Grellstes Tageslicht ! Ein leichtes Brum­men im Schädel, das wahrscheinlich aus der Kombination von Bier und Calvados – Bodo sei Dank – entstan­den ist. Also Zähne zusammenbeißen und mit einem fröhlichen Lied auf den Lippen - ja nichts anmerken lassen......- Morgen­toilette, Brötchen holen, Tagespla­nungs­unter­lagen sichten und 8.30 Uhr, pünktlich wie die Feuer­wehr, kommen Donald und Kaye die Treppe herunter, frisch wie der fröhliche Morgen, mit einem „Good morning. Und: How are you?“ auf den Lippen. Natürlich folgt dem “Guten Morgen, wie geht’s Dir?“ obliga­torisch grundsätzlich immer (!!!) ein „Thank’s, I’m fine“ und „How are you?“. (Auch wenn es einem noch so schlecht geht - Schädelbrummen...): „Danke, mir geht’s gut. – Wie geht es Dir?“. Don und Kaye ging es übrigens hervorragend. Da die aller­beste aller Ehe­frauen schon seit 6 Uhr den Ab­wasch des vorabendlichen Mittagessens erledigt hatte und der Frühstückstisch auch schon bereitet war, kam die spannen­d­e Frage: Was werden sie wohl frühstücken, wie sollen wir bestimmte Nahrungsmittel  übersetzen, und, dem CASIO-Übersetzer sei Dank, gab es keinerlei Probleme bei der Konversation am Früh­stücks­tisch. Ameri­kaner lieben deutsches Grau- und Schwarzbrot und Bröt­chen in allen Variatio­nen, die die Backkunst der deutschen Bäcker hervorbringt. Also von hier aus ein Kompliment an alle Bäcker, die an der Nahrungsmittel­ver­sorgung irgendwie beteiligt waren! Und egal, ob Wurst, Käse, Konfitüre, Frischkäse usw. Alles musste probiert werden...

Dann war die Tagesplanung dran. Don und Kaye wollten nicht, wie von mir vorgeschlagen, Hamburg, Hannover, Uelzen, Lüneburg besichtigen. Auch eine Fahrrad-Tour durch die Südheide war nicht ange­sagt). Eine regionale Auto-Sightseeing-Tour zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten / Punkten in und um Eschede wurde festgelegt. Doch bevor es losging, noch kurz einen Blick in das  CNN –Fernsehprogramm sowie die CNN-Internet-Nachrich­ten gesichtet, denn ein Musikprofessor und seine Frau müssen tagaktuell informiert sein, was in den Vereinigten Staaten und in der Welt gerade so passiert.

Zunächst zur örtlichen Orientierung mit jeweils 5 Minuten Aufenthalt: Schulen und Sporthallen sowie Kindergärten, Hauptbahnhof Eschede, Kirchen, Sportanlagen und Freibad / Schießstand im Brunshagen, Einkaufszentrum Eschede, das „Escheder Storchenhaus Lilje“,  Feuerwehr Am Jahnplatz, Friedhof. Der Penny wurde erkannt. Der Äldei machte mir aller­dings Probleme, bis ich registrierte, dass hiermit der neue Aldi gemeint war, den es auch in den Staaten gibt. Dann direkt nach Aschau­teiche – die Räucherei Heese wollte besichtigt werden (und der Mittagsimbiss für den Folge­tag wurde gesichert). Der Verkaufsraum dort urig, das Ambiente passend und die Landschaft wunderschön. Räucherhaus, Hälterhaus, Hälteranlagen, Goldorfen-Aufzucht-Teiche. Alles sehr interessant, und auch hier musste „der CASIO“ wieder öfter arbeiten.


Der Schweineschulze-Wirt mit 2 liebreizenden amerikanischen Gästen

Auf dem Fußweg zur Wasserpflanzenzucht Petrowski, Aschauteiche rief uns Joachim Heese, gerade draußen bei der Arbeit, zurück. Er hatte in diesem Moment eine kleine Ringel­natter gesehen und für Don und Kaye gefangen. Mit vielfältigsten Pflanzenformen und -Farben, einfach nur beeindruckend die Vielfalt und Schönheit der Gewächse, durften wir auch den Betrieb (Freigelände und Hallenbereiche) von Firma Petrowski in Aschauteiche besichtigen. Wie hatte Günter Berg doch gesagt: Eschede und seine Bürger können sich sehen lassen, und das stimmt, lieber Günter. Nach einem kurzen Zwischenstop zu Hause – bei Kaiserwetter war der Durst fast unerträglich, oder lag das am Vorabend? – ging es weiter nach Celle. Kaye hatte sich das Stickmuster-Museum für 1 Stunde ausgesucht. Da ich es schon kannte und Don nicht der begeisterte Sticker ist, hatten wir die wahrscheinlich  einma­lige Gelegenheit, die neu eingerichtete Feuerwehr-Einsatzleitzentrale (FEL) zu besichtigen und, besonders schön für Don, fast eine Stunde Erläuterungen über die technischen Möglich­kei­ten und einsatztak­ti­schen Notwendigkeiten sowie organisatorischen Regelungen in perfek­tem Eng­lisch zu erhalten. Auch für mich als langgedientem Feuerwehrmitglied aus Eschede höchst interessant. Danke hierfür an den Landkreis Celle und seine Mitarbeiter in der FEL.

Anschließend Kaye abholen und Besuch des Celler Marktes, der gerade seine Pforten schloß. Aber für einen Einblick, liebe Leser,  reichte die Zeit allemal – Gemüse-Preise in den Staaten sind wesent­lich höher, wie wir anhand vieler Rechenbeispiele sehen konnten. Der einzige Regen, ca. 1 Stunde während der gesamten Besuchszeit der Amerikaner in Eschede, zwang uns dann auf den Celler Kirchturm. Nachdem wir die 234 Stufen erklom­men hatten, erzählte Kaye, dass sie aufgrund von Gleichgewichtsstörungen (!!!) üblicherweise keine Wendeltreppen besteigt. Die  Celler Stadtkirche brillierte mit ihrer wunderschönen Innenausstattung (Orgel, Bilder, Schnitzereien, Verzierungen). Die Gastfreundschaft ließ uns der Wirt des „Schweineschulze“ spüren, der uns trotz seiner Mittagsschließzeit noch drei typisch deutsche Gerichte anbot. Ein Dankeschön von dieser Stelle aus für das köstliche Mal. Die Innenstadt mit ihren Fachwerkhäusern war beeindruckend, hatten die Amerikaner etwas in dieser Form selten oder noch gar nicht gesehen. Und Tagesbett­decken wollten unbedingt gekauft wer­den. Die Auswahl an Waren und insbesondere die großen Preis­unter­schiede (in diesem Fall zwischen Gerloff und Karstadt) beeindruckten Kaye sichtlich, zeigten aber, dass sie deutlich und gut mit Preisver­gleichen im Ausland umgehen kann. Vorbei am Alten und Neuen Rathaus, an der Justiz­vollzugsanstalt Celle 1, in der Schwerstverbrecher ihre Strafen absitzen, der Kreisver­waltung des Landkreis Celle, wo unter anderem Bodo, Uwe und Barbara arbeiten, ging es nach Starkshorn, um dort gegen 17 Uhr ein Rotwild-Rudel mit ca 35 Tieren zu besichtigen.

Ein Teil der Gastgeber richtete währenddessen die Dekoration in Scharnhorst im Saal des „Gasthaus zur Post“ her. Andere Gastgeber besuchten auch ein Landmaschinenmuseum, das Automuseum von Maussner, gingen Schwimmen im Freibad Eschede, unternahmen Spazier­gänge durch Eschede, Besichtigten das Celler Schloß, ließ es sich in Eiscaffes gut gehen, besuchten Joe Bodemann in Höfer Aschenberg usw. Für Don, Kaye und mich war eine Stun­de Erholung bei einer Tasse Kaffee mit Keksen, einigen flüssigkeitshaushalt-regulie­ren­den Getränken, und auch unserem Heidelikör (Ratze­putz), unserem Heidegeist sowie der dem typischen 108-er (die Mischung aus Ratzeputz und Heidegeist mit 58 und 50 Volumenprozenten Alkohol) angesagt. Don und Kaye schlugen sich wirklich tapfer bei den Tests...


Sax und mehr lockte Bodo’s Gäste sofort auf die Tanzfläche

Ab 19 Uhr dann BBQ (Barbeque = Grillabend) in Scharnhorst bei Deutsch-Amerikani­schem Abend in geschlossener Gesellschaft. Mit „Sax und mehr“ und ihrer tollen Saxofon-Musik hatten wir unverhofft ein Highlight geboten, da die Musiker die Stimmung zum Kochen brachten, bevor die offiziellen Begrüßungsworte gesprochen waren. Bester Beweis: Tanzende Gäste schon nach 15 Minuten (danke an Hans, Klaus, Jürgen und die schmucken Mädels Ute und Barba­ra). Der Alte Saal in Meyers „Gasthaus zur Post“ gefiel durch seinen Charme der 60-er Jahre. Andreas und Oli grillten, dass ihnen der Schweiss nur so am A........ herunterlief. Und erledigten ihren Job fantastisch.

Das Gegrillte (Wildschwein, Pute, die Thüringer und Wild­schwein­ - Bratwürstchen) waren „auf den Punkt“ köstlichst durch, die vielen Salate mundeten vorzüglich und viele der Anwesenden gingen nicht nur ein zweites Mal zum Grill und Buffet (Dank an die vielen Salat­spender). Die Thekenmannschaft machte einen fantastischen Job, so dass sich die Zungen bei uns und unseren Gästen in Win­des­eile gelöst hatten und ein erlebnisreicher Tag nach unendlich vielen deutsch-amerikani­schen Gesprächen und auch etwas amerikanischer Kleinkunst (siehe Bild) weit nach Mitternacht dem Ende entgegenging. Vielen dank, Ihr fleißigen Hände alle. Am nächsten Morgen hörte man allerdings hier und da, dass der Tag zu diesem Zeitpunkt bei einigen hartgesottenen Gastgebern noch lange nicht zu Ende war. Zum Beispiel bei unseren Lieben Sollten-Metzes, nicht wahr, Andreas und Heidrun. Sogar gesungen wurde mitten in der Nacht; zeugt von guten Gastgebern...


Unser Musikprofessor Donald Flickinger und sein Kunstwerk

Hier endet nun der dritte Teil, und der vierte folgt in Kürze.

HJR


Eschede gratuliert heute: Katarzyna, Michael, Manuel, Luis, Jens, Jenny, Wolfgang, Hans-Jürgen und Manfred zum Geburtstag.

2. Oktober

TuS Eschede – Badminton

An den diesjährigen Bezirksmeisterschaften in Uelzen am vergangenen Wochenende haben 4 Spieler/-innen des TuS Eschede teilgenommen.

Am Samstag starteten Wilken Nieberg und Thomas Watzelt im Jungen-Einzel U 15. In einem starken Teilnehmerfeld begann Wilken mit einem Sieg. Danach hat er die weiteren Partien  trotz sehr guten Spiel jeweils nur knapp verloren und musste sich mit dem 8. Platz begnügen. Thomas Watzelt in seinem ersten Jahr in der Altersklasse U 15 belegte am Ende des Tages den 13. Platz.

Am Sonntag spielten zuerst die gemischten Doppel. Hier konnten Lena Wienecke und Wilken Nieberg in einem ausgeglichenen Feld die ersten beiden Partien jeweils in einem Dreisatzspiel knapp für sich entscheiden. In diesen Spielen hatten sie viel Kraft gelassen. Dies rächte sich dann im Halbfinale. Hier unterlagen sie dem Uelzener Doppel. Im Spiel um Platz 3.  hatten sie dann leider auch das Nachsehen und landeten auf Rang 4.
Thomas Watzelt spielte in der gleichen Altersklasse erstmalig mit Michelle Mertin vom TuS Bröckel. Die beiden gewannen die erste Begegnung, mussten aber die zweite Begegnung abgegeben. In der Trostrunde konnten sie dann alle weiteren Partien gewinnen und belegten am Ende Rang 5.

Im Anschluss wurden die Meister in den Doppelpartien gesucht. Im Jungendoppel U 15, konnten Wilken und Thomas leider nur streckenweise überzeugen. Nach Gewinn des ersten Spiels waren sie noch unter den ersten acht Doppeln. Da sie leider alle weiteren Spiele abgaben, blieb es dann beim 8. Platz.
Im Mädchendoppel spielte Lisska Flohr mit Sandra Backhaus vom TSV Wietze in der Altersklasse U 13. Auch diese Paarung trat das erste Mal gemeinsam an. Die beiden Mädels harmonierten auf Anhieb recht gut miteinander und standen nach zwei gewonnen Spielen im Endspiel. Hier mussten sie gegen das an 1. gesetzte Doppel aus Neuenwalde antreten. Das spielerische Potential der Gegnerinnen war höher und so ging der Titel auch zu Recht nach Neuenwalde. Allerdings ist der zweite Platz für Lisska und Sandra auf Bezirksebene ein toller Erfolg.
Lena Wienecke spielt im Mädchendoppel seit 2 Jahren mit Michelle Mertin vom TuS Bröckel. Ohne Probleme gewannen sie die ersten beiden Spiele und standen damit im Halbfinale. Hier trafen sie auf Carolin Schliephake und Malena Schultz vom SV „Komet“ Pennigbüttel. Nach dem jedes Team einen Satz gewonnen hatte, musste der dritte Satz entscheiden. Lena und Michelle spielten im Entscheidungssatz konzentriert und fehlerlos und gingen in Führung. Allerdings konnten sich die Mädchen aus Pennigbüttel beim Stand von 14: 19 herankämpfen und den Ausgleich schaffen. In einem letzten Kraftakt konnten Lena und Michelle sich dann doch noch die letzten beiden Punkte zum Einzug ins Finale erspielen. Dies bestritten sie dann gegen das Uelzener Doppel. Es zeigte sich bei den beiden Vertreterinnen des Kreises Celle, dass sie in den vorangegangen Spielen viel Kraft gelassen hatten. So konnten sie den starken Gegnerinnen nicht mehr viel entgegen setzten und verloren in zwei Sätzen.

Mit ihren zweiten Plätzen haben sowohl Lisska Flohr, als auch Lena Wienecke mit ihren jeweiligen Partnerinnen die Qualifikation für die Landesmeisterschaften geschafft und können dort Ende Oktober antreten...


von links: Thomas Watzelt, Wilken Nieberg, Lena Wienecke, Lisska Flohr und Michelle Mertin


Eschede gratuliert heute: Anneliese, Rüdiger, Joachim, Franziska, Markus, Nele, Wolfgang, Udo und Bärbel zum Geburtstag.

3. Oktober

Großflohmarkt auf dem Sportplatz in Dalle


Eschede gratuliert heute: Sven, Mitchel, Gerrit, Jürgen, Vera, Jessica, Peter, Manfred und Gerfred zum Geburtstag.

4. Oktober

Geschichtliches

13. April – Kampflose Besetzung

Celle war also gestern gefallen. Nun erwarteten wir auch den Einmarsch in Eschede. Weil niemand ahnen konnte wie das ablaufen würde, wurden meine Oma, meine Cousine und ich in den Keller geschickt. Schutz hätte der uns aber nicht geboten, nur zwei Stufen aus Feldsteinen führten hinab und alles war umgeben von Fachwerk. Im übrigen wollten wir wissen, was draußen vorging. Ich verließ also die beiden anderen und ging dahin, wo die Erwachsenen standen, an das Tor zu unserem Hause. Es gab nur eine Blickrichtung, die zum Ortsanfang.

Dort flatterte eine weiße Fahne als Zeichen der kampflosen Übergabe. Sie wurde von Übereifrigen wieder abgenommen. Darum machte sich der Bürgermeister auf den Weg, um sie wieder aufzuhängen, wurde aber von zwei Soldaten mit vorgehaltener Waffe zurück in das Dorf geführt. Man wollte ihn deswegen erschießen. Auf der Kreuzung hatten sich schon mehre Männer eingefunden und begannen nun eine Diskussion. Als plötzlich der erste Spähpanzer der Briten um die Kurve bog, stieben die Anwesenden in alle Himmelsrichtungen auseinander. Die Gewehre wurden fortgeworfen. Solch einen Vorgang habe ich in meinem späteren Leben nicht noch einmal verfolgen können. Insgesamt drei Spähpanzer, gummibereift, fuhren in einem ziemlichen Tempo durch den Ort. In der Luke stand jedes Mal ein Soldat, eine Landkarte vor sich. Das war vorerst die direkte Berührung mit dem „Feind“.

Es trat plötzlich eine längere unheimliche Stille ein. Abgesehen davon, dass ein eben noch uniformierter Soldat in Postuniform und einem Fahrrad die Augustenstraße Richtung Heimat verließ und sich mein Bruder mit einem Wassereimer auf den Weg zum Bahnhof machte, was im übrigen viele der Einwohner taten, passierte nichts. Den Weg zum Bahnhof unternahmen darum so viele, weil ein Kesselwagen in der Zwischenzeit angezapft worden war, der französischen Rotwein enthielt.

Dann ging es aber Schlag auf Schlag. Ohne Unterbrechung rollten Panzer, Lastwagen, Geschütze und Jeeps durch den Ort, zwischendurch auch Brückenlegepanzer und Kradmelder. Einer von den letzteren hielt an unserer Toreinfahrt und gab den dort stehenden Männern jeweils einige Zigarren. Als er sich abwenden wollte, machte sich auf der anderen Seite der Ortsgruppenleiter bemerkbar, der auch Raucher war und nichts abbekommen hatte. Was tut ein Raucher nicht alles, um an Tabakerzeugnisse zu kommen, wenn er im Augenblick rauchen möchte und nichts hat? Aus eigener Erfahrung kenne ich dieses Gefühl, würde aber sicherlich nicht so weit gehen, meine Überzeugung aufs Spiel zu setzen.

Natürlich wurden auch wir Kinder bedacht. Schokolade kannten wir, wenn es im Krieg auch selten welche gab, diese flachen länglichen Blättchen oder so kleine weiße Kissen, die kannten wir nicht: Kaugummi! Die Straße war umsäumt von Menschen, wie später bei den ersten Schützenfesten. Gejubelt wurde nicht, aber gestaunt, wie sich die Propaganda von dem jetzt Erlebten unterschied. Freundliche, besonders farbige Soldaten suchten den Kontakt zu uns Kindern, kein Schuss fiel. Sieht so der Friede aus? Auf jeden Fall kamen keine Tiefflieger mehr. Die Bomberströme aber zogen weiter in Formation Richtung Osten und luden dort ihre todbringende Fracht ab. Also doch noch kein Friede.

Irgendwann am Nachmittag kam ein britischer Offizier in Begleitung auf unseren Hof und suchte jemand der englisch verstehen würde. Mein Vater meldete sich. Er hatte sich seit Beendigung seiner Schulzeit bestimmt mit niemand in dieser Sprache unterhalten. Trotzdem verstand er den Inhalt des Gespräches, unser Haus solle geräumt werden „perhaps“. Diese eine, entscheidende, Wort verstand er aber nicht. Die Tochter des Apothekers Rösler konnte helfen, das Wort bedeutete „vielleicht“. Die Kommandantur wurde dann aber in einem anderen Gebäude eingerichtet, die Küche der Briten jedoch im Gasthof Drei Linden. Mein Bruder, der den Einmarsch auf der gegenüber liegenden Straßenseite erlebte und wegen der ununterbrochenen Kolonnenfahrt nicht mit dem mit Wein gefüllten Eimer zu uns herüberkommen konnte, hat später eine Lücke genutzt und seine Beute abgeliefert. Nach einigen Tagen stellten ihn die Soldaten als Küchenhilfe ein und bei der erst besten Gelegenheit brachte er den erbeuteten Rotwein ins Gespräch. Die Briten sind ja nicht als die großen Weinkenner bekannt, diesen mochten sie jedoch. Als Gegenleistung erhielt mein Bruder Bohnenkaffee, Dosenmilch, Corned Beef, Ananas und ähnliche Lebensmittel. Das war unbewusst der Anfang von dem später beginnenden Schwarzhandel. Es ging uns dadurch verhältnismäßig gut. Doch was wird die Zukunft bringen?

Hans-Joachim Böker


Eschede gratuliert heute: Annegret, Axel, Anja, Marie-Christin, Sven-Henrik und Leonie zum Geburtstag.

5. Oktober

Rezept der Woche von unseren LandFrauen


Eschede gratuliert heute: Arokia, Sven, Sabrina, Sandra, Jens, Katy, Karin, Achim und Annemarie zum Geburtstag.

6. Oktober

Eisvögel
Holzschnitt von Albert König um 1912

Der Eisvogel (engl. Kingfisher, lat. Alcedo atthis), einer der unumstrit- ten schönsten und eindrucksvollsten Vögel mit prächtig schillerndem Gefieder, ist nicht nur Motiv von „unserem“ Albert König. 1973 und erneut aktuell in 2009 ist er Vogel des Jahres in Deutschland. Sein Bestand hat in den letzten Jahren wieder zugenommen. Eisvögel be- siedeln weite Teile Europas, Asiens und das westliche Nordafrika Auch in unserer Samtgemeinde leben sie ganzjährig.

Entgegen seiner Farbenpracht ist der Eisvogel ein eher unauffälliger Zeitgenosse mit einem bemerkenswerten Lebensstil.
Er bevorzugt mäßig fließende oder stehende, klare Gewässer, wo er als Nahrung Fische, Wasserinsekten, Kaulquappen und ähnliches durch Stoßtauchen jagt.
Eisvögel legen ein starkes Revierverhalten an den Tag und so kann es auch schon einmal vorkommen, dass nicht geduldete Jungvögel ihr zu Hause an Kanälen oder sogar Gartenteichen suchen müssen. Die meiste Zeit des Herbstes verbringen sie mit Nachbarkämpfen. Abgesehen von der Aufzucht sind Eisvögel Einzelgänger.
Die Nistplätze befinden sich tief unter der Erde an Steilufern und Ab- bruchkanten. Teilweise haben Eisvögel zwei Bruten nebeneinander: Während Sie schon das nächste Gelege ausbrütet, kümmert Er sich um die Versorgung der Erstgeborenen.
Zu seinen Feinden gehören Sperber, Füchse und Dachse. Frühjahrs- hochwasser sind eine große Gefahr für die Bruthölen.
Viele Jungvögel sterben an Unterkühlung. Durch ihre Unerfahren- heit lassen sie ihr Gefieder nach mehreren Stoßtauchgängen nicht richtig trocknen.
Scheu und dicht über die Wasseroberfläche gleitend kann die Beob- achterin / der Beobachter meist nur einen flüchtigen Blick von einem Eisvogel erhaschen, wenn er vorher durch seinen schillernden Ruf auf sich aufmerksam gemacht hat. Nach einer keltischen Sage gehört, wer den Eisvogel sieht, zu den Gerechten.


Eschede gratuliert heute: Lars, Petra, Nadine, Jay, Tim-Patrick, Ursula und Mathias zum Geburtstag.

7. Oktober

TuS Eschede Badminton

Unterstützt von seinen Zwillingen hat Herr Ulf Rodenberg, Inhaber der Praxis für Physiotherapie in Eschede, einen Satz Trikots an die zweite Schülermannschaft der Badmintonsparte des TuS Eschede übergeben. Die Spieler/-innen freuen sich über das neue Outfit.

Sie und der Spartenleiter Helge Dräger bedankten sich mit einem Blumenstrauß für die Ausstattung.


Eschede gratuliert heute: Luca, Daniela, Walter, Silke, Gudrun, Maja und Fabiola zum Geburtstag.

8. Oktober

Tennis-Sparte
Jugendvereinsmeisterschaften 2009 - Kleinfeld

Nach dem Tenniswochenende am 29. und 30. August 2009 mit den Vereinsmeisterschaften im Großfeld wurden am Donnerstag, den 3. September die Kleinfeld-Vereinsmeisterschaften ausgetragen.

Auch die beiden jüngsten Tennisspieler des Vereins Hannes Türschmann und Janis Brandes spielten in der U8 ihren Vereinsmeister aus. Der Sommer hatte eine Pause eingelegt und es war leider ein stürmischer und etwas nasser Nachmittag.

Aufgeteilt in 3 Gruppen:
U8, U10 Gruppe A und U10 Gruppe B gingen die ersten Spieler um 15.00 Uhr an den Start. 10 Kinder kämpften bis 18.30 Uhr um die begehrten Pokale. Spannende und sehr kampfstarke Spiele wurden den begeisterten, ebenfalls zahlreich erschienenen, Zuschauern geboten. Die Endergebnisse wurden mit Spannung erwartet:

Platzierungen im Einzelnen:

Kleinfeld U8
1. Platz:       Hannes Türschmann
2. Platz:       Janis Brandes

Kleinfeld U10 Gruppe A
1. Platz:       Sven Ole Freiling
2. Platz:       Annika Hastung
3. Platz:       Eric Garmeister

Kleinfeld U10 Gruppe B
1. Platz:       Julia v.d. Ohe
2. Platz:       Mirco Hellwig
3. Platz:       Philip Hennig


Teilnehmer Vereinsmeisterschaft Kleinfeld 2009

Freudig und entspannt nahmen alle ihre erkämpften Pokale und Medaillen in Empfang. Mit viel Spaß und großen Anstrengungen endete ein herbstlicher Tennis-Nachmittag. An dieser Stelle allen Eltern ein ganz "herzliches Dankeschön" für das -wie immer- leckere Essen!

Ingrid Wien
Jugendwartin


Eschede gratuliert heute: Erika, Mailin, Christina, Martina, Dieter, Peter, Uwe, Tobias, Udo, Ralf, Hagen, Charline, Erika, Elisabeth und Florian zum Geburtstag.

9. Oktober

Jährliche Tour der Badmintonsparte

Am Samstag, 22.08.2009 - 13.00 Uhr war es wieder einmal soweit: Auf in die Sättel und die Pedalen quälen! Falsch! Diesmal haben wir uns zur Erkundung der Natur den Weg übers Wasser ausgesucht; nämlich als Paddler die Aller entlang.

Am Samstagmorgen trafen sich alle Sportiven pünktlich um 13.00 Uhr am Allerwehr in Oppershausen. Bei bestem Wetter und lustigen Sprüchen verteilten wir die Schwimmwesten und die Boote. Erste Skepsis machte sich breit: Wie komme ich um Himmelswillen in dieses kleine, wacklige Boot? Aber es klappte prima. Keiner musste die Eskimorolle üben.  Nun ging es die Aller entlang. Es war herrlich, die Landschaft mal aus dieser Perspektive zu sehen. Es ist gar nicht so einfach, den Kurs zu halten! Unterwegs gab es eine Stärkung auf den Booten,  danach ging es mit frischer Kraft weiter.

Am Osterloher Wehr wurde gestoppt, um die Boote um das Wehr zu tragen. Willkommene Pause für verkrampfte Muskeln.

Endlich Endspurt: das Bootshaus auf der Ziegeninsel in Celle.

Nun wurden die Boote verstaut, nasse Kleidung gewechselt. Jetzt konnte der gemütliche Teil beginnen. Wie jedes Jahr hat ein Mitglied der Sparte sein Grundstück zum Grillen zur Verfügung gestellt. Diesmal waren es Ulli und Maria. Dies haben wir dann auch weidlich genutzt.

Eins ist sicher: der Muskelkater war den meisten Paddlern sicher. Aber es hat uns allen viel Spaß gemacht.


Eschede gratuliert heute: Dieter, Erwin, Simon, Awena, Anke, Marilena und Shwan zum Geburtstag.

10. Oktober

Eschede gratuliert heute: Waltraud, Paul, Jasse-Petrick, Dorothea, Irene, Renate, Charleen, Stefanie und Thomas zum Geburtstag.

11. Oktober

Großzügige Spende für das Freibad Eschede

Friedrich Schröder ist ein großzügiger Unterstützer des Freibads Eschede. Als er Ende August zu seinem 90. Geburtstag einlud, bat er um eine Spende für das Freibad Eschede. Den Betrag seiner Gäste stockte er deutlich auf und überreichte jetzt an Guido Schuller, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des Freibads Eschede, den stolzen Betrag von 1250 Euro. Friedrich Schröder verfolgt bei seinen täglichen Spaziergängen am Freibad vorbei aufmerksam alle Veränderungen auf dem Gelände der Freizeiteinrichtung und spart nicht mit Lob an die Adresse der freiwilligen Helfer. Förderverein und Geschäftsführung der Betreibergesellschaft Freibad Eschede bedanken sich für die Spende, von der alle Besucher profitieren werden.

Wollen auch Sie die Arbeit des Vereins der Freunde und Förderer des Freibads Eschede unterstützen? Konto 1 602 057 000 bei der Volksbank Celler Land BLZ 257 916 35.


Eschede gratuliert heute: Ronny, Marianne, Gertrud, Astrid, Susanne, Lisa-Marie, Werner und Hans-Günther zum Geburtstag.

12. Oktober

Rezept der Woche von unseren LandFrauen


Eschede gratuliert heute: Oliver, Günter, Maria, Johanna, Daniela, Erich-Reinhard, Leana-Mishale, Elena, Inge, Herbert, Selina und Frank zum Geburtstag.

13. Oktober

Solaranlage Haupt- und Realschule Eschede am 17.09. ein Jahr im Betrieb

Schon in den ersten 11 Monaten bis zum August 2009 hat die Photovoltaikanlage auf dem Schuldach einen Ertrag von über 30.000 kWh produziert und zu einer Entlastung von über 21.000 kg Kohlendioxid beigetragen. Mit diesem Spitzenwert dürfte die Schulanlage das beste Sonnenkraftwerk in der Region sein.
Die "Regenerativen Energien" haben sich still und heimlich in Eschede zu einem wichtigen Wirtschafts- und Beschäftigungsfaktor entwickelt, der für zahlreiche ortsansässige Betriebe von großer Bedeutung ist.

Samtgemeindebürgermeister Günter Berg freut sich mit dem Escheder Regenerativ-Team, bestehend aus dem Dachdeckerunternehmen Dietmar Krapick (2.v.l.), den Ingenieuren Jan Bonorden (links) und Thomas Schirmer (Mitte)und dem Elektrotechnikermeister Sebastian Engel (2.v.r.) über das erfolgreiche Photovoltaik-Projekt auf dem Dach der Hauptschule. Gemeinsam hofft man, dass im Raum Eschede schon bald die Produktion nachhaltiger Energien den Verbrauch übersteigen wird. 100% Regenerative Energien in der Samtgemeinde Eschede sind keine Utopie mehr!


Eschede gratuliert heute: Hubertus, David, Bert, Oliver, Petra, Kerstin, Othmar, Jonas und Gertrud zum Geburtstag.

14. Oktober

Eschede´s Stärken aus Kinder-Sicht


Eschede gratuliert heute: Lea, Klaus-Dieter, Sebastian, Erich, Andreas, Vasilij, Michael und Alexander zum Geburtstag.

15. Oktober

Tennis-Sparte

Kreispunktspielrunde Kleinfeld Sommer 2009

Erfolge für die Escheder Mannschaften

Zu der diesjährigen Kleinfeld-Kreispunktspielrunde wurden vom Tennisverein Eschede 2 Mannschaften gemeldet:

Eschede 1: Max Fahr, Annika Hastung, Kilian Schmiady.


v.l. n.r.: Kilian Schmiady, Max Fahr, Frau Fahr, Annika Hastung

Eschede 2: Sven Ole Freiling, Mirco Hellwig, Julia v.d. Ohe, Maximilian Bogner, Eric Garmeister, Philip Hennig.


1. Reihe v.l. n.r.: Maximilian Bogner, Philip Hennig 2. Reihe v.l. n.r.: Julia v.d. Ohe, Sven Ole Freiling, Mirco Hellwig, Eric Garmeister, Frau Hellwig

Jede Mannschaft musste in ihrer Gruppe 4 Punktspiele absolvieren. Eschede 1 gewann souverän alle Spiele und wurde mit 4:0 Punkten Gruppensieger. Eschede 2 verlor nur ganz knapp ein Spiel wurde aber mit 3:1 Punkten ebenfalls Gruppensieger. Zu diesem Zeitpunkt bereits ein hervorragendes Ergebnis für beide Mannschaften. Somit zogen beide Mannschaften ins Viertelfinale ein. Durch ein Freilos kam Eschede 2 ins Halbfinale. Eschede 1 musste im Viertelfinale gegen TC Winsen antreten. Dieses wurde mit 3:2 gewonnen. Im anschließenden Halbfinale traf Eschede 1 dann im Vereinsduell auf Eschede 2.


zwei fröhliche Mannschaften nach der Halbfinalbegegnung

Das Halbfinale wurde in Anwesenheit vieler Zuschauer ausgetragen. Nervosität, große Einsatzbereitschaft und Kampfgeist prägte diese Begegnung, die am Ende von Eschede 1 knapp mit 3:2 Punkten gewonnen wurde. Damit stand Eschede 1 im Finale um die Kreismeisterschaft gegen MTV Eintracht. Trotz sehr guter Leistungen wurde das Finale leider sehr knapp mit 2:3 Punkten verloren.

Eschede 1 wurde Vizekreismeister 2009!
Eschede 2 erreichte den 3. Platz!

Allen Spielerinnen und Spielern zu diesem Super-Erfolg herzlichen Glückwunsch!

An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an die Betreuerinnen dieser beiden Mannschaften Frau Fahr und Frau Hellwig!

Ingrid Wien
Jugendwartin


Eschede gratuliert heute: Alejandra, Birgit, Heinrich, Ingo und Ursel zum Geburtstag.

16. Oktober

Siedlergemeinschaft Eschede

Rückblick auf unsere Busfahrt

Mit 50 Mitgliedern und Freunden unserer Gemeinschaft startete pünktlich um 8.00 Uhr am 05.09. der Bus nach Vielank in Mecklenburg-Vorpommern. Nach einem Stop in der Dorfrepublik Rüterberg ging es weiter zur Brauerei Vielank. Nach der Besichtigung und einem guten Mittagessen fuhren wir weiter in Richtung Hitzacker. Leider hatte die Elbe Niedrigwasser, sodass wir in Bleckede mit dem Bus nicht auf die Fähre kamen. Deshalb mussten wir eine gute Stunde Umweg über Boizenburg in Kauf nehmen.
Die Besichtigung des neuen Hochwasserschutzes an der Elbe in Hitzacker mussten wir leider ausfallen lassen. Aber ein gemeinsames Kaffeetrinken in Wussegel war der Abschluss einer interessanten Fahrt. Gegen 19.00 Uhr waren wir wieder in Eschede.
Wir, der Vorstand, hoffen es hat Allen gefallen und Sie sind im nächsten Jahr wieder dabei.

Der Vorstand


Eschede gratuliert heute: Manuela, Henning, Stefan, Anita, Imke, Tanja, Nina, Mirco, Lilli und Siri zum Geburtstag.

17. Oktober

Einladung zum 5. Oktoberfest

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kameradinnen und Kameraden, liebe Freunde der Freiwilligen Feuerwehr Eschede. Es ist wieder einmal Oktoberfest Zeit.

Ein schöner Anlass mit Ihnen / Euch einmal wieder ein paar fröhliche Stunden zu verbringen.

Wo : Glockenkolkhalle Eschede
Wann : 17.10.2009 um 19.00 Uhr

Es spielen wie immer für Sie die Alpen Caballeros und ab 22.00 Uhr unser DJ Olli.

Wir freuen uns, mit Ihnen / Euch diesen Abend zu  feiern.

Ihre Freiwillige Feuerwehr Eschede


Eschede gratuliert heute: Marvin, Erika, Kian, Marcel, Rita, Christoph, Chantal, Falk, Karl-Heinz, Michaela, Jürgen, Lydia, Ilse und Christa zum Geburtstag.

18. Oktober

Geschichtliches

Begegnungen

Die Familie Kiemann hatte nicht so viel Glück wie wir mit der in Aussicht genommenen Räumung ihres Hauses. Sie musste nach Webersburg, heute Heeseloh, umsiedeln. Ihr Haus stand für einige Tage leer, bis sich dann die Briten anders entschieden. Viele der jetzt befreiten Fremdarbeiter nutzten solche Gelegenheiten zum Plündern aus. Hier hätten sie allerdings keine Chance gehabt, denn die beiden russischen Kriegsgefangenen Nikolaus und Stephan hielten Wache. Wir Kinder konnten sehr wohl unterscheiden, ob ein Mensch gut oder böse ist. Die beiden gehörten zu den guten, denn sie gingen mit uns Kindern um, als wären wir ihre eigenen. Sie wollten auch wohl in Deutschland bleiben, denn sie sind zweimal vor der Repatriierung ausgerückt, mussten sich dann allerdings dem Druck der Amerikaner beugen. Es bestand eine Vereinbarung, nach der die in Deutschland noch anwesenden ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen in ihre Heimat zurückgeführt werden mussten, obwohl den westlichen Alliierten bewusst war, dass diese in eine ungewisse Zukunft gehen würden, viele sogar in den Tod. Die russischen Kriegsgefangenen waren im ehemaligen Kalksandsteinwerk untergebracht und wurden jeden Abend, bis zum Einmarsch der Alliierten, unter Begleitung dorthin geführt. Ihre Mahlzeiten nahmen sie jedoch zusammen mit dem Polenmädchen auf dem Hof ein, allerdings getrennt von der Familie.

Katharina, die polnische Zwangsarbeiterin, die bei Kiemann ein eigenes Zimmer besaß, hatte uns Kindern gegenüber ein anderes Verhältnis. Mit ihr ging manchmal das Temperament durch. Sie war unberechenbar und ein Grund dafür war wohl auch, dass Nikolaus und Stephan auf dem Hofe blieben. Bedenken muss man aber dabei auch, dass sie noch sehr jung war und nun mit Menschen zusammenlebte, die ihr Vaterland gemeinsam überfallen hatten und sich die Beute teilten. Von den dreien sprach sie am besten deutsch, gefolgt von Nikolaus, einem Ukrainer. Stephan stammte aus Weißrussland und fluchte fürchterlich mit seinem Ochsengespann auf Russisch, wenn sie nicht so wollten wie er. Aber sonst war er ein gutmütiger Typ.

Wir saßen gerade beim Mittagessen, als zwei britische Soldaten mit vorgehaltener Pistole in der Küchentür erschienen. Sie wollten nach versteckten Waffen suchen und öffneten Schubladen und Schranktüren, fanden aber nichts. Als sie gegangen waren, beichtete ich meinen Eltern, dass meine vom Schulhof mitgenommenen Degen auf dem Torfboden liegen würden. Die ganze Familie schaute mich ungläubig an, und mir wurde klar, in welche Situation ich uns alle hätte bringen können. Die beiden Waffen wurden in Kartoffelsäcke gewickelt und dann auf Schleichwegen von meinem Bruder in der Aschau versenkt.

Nach dieser Episode merkte ich wohl erstmalig, dass ich einen großen Bruder hatte, der sich in diesen Zeiten um mich kümmern würde, denn seine kaufmännische Lehre in Celle war für einige Zeit unterbrochen. Bisher hatte ich ihm unterschwellig wohl noch nicht verziehen, dass er mich nach seiner Rückkehr von der Kinderlandverschickung mit Diphterie angesteckt hatte, denn vor meiner Einschulung 1941 lag ich damit sechs Wochen im Krankenhaus. Er war fünf Jahre älter als ich und somit war ich der kleine Bruder.

Eines Tages machten wir uns auf den Weg, der Schule einen Besuch abzustatten. Die Türen standen weit offen, aus den Schränken und Vitrinen waren Mikroskope und andere Unterrichtsgegenstände verschwunden. Im Lehrerzimmer lag Papier verstreut auf dem Fußboden und war mit roter Tinte übergossen. Es sah aus, als ob hier jemand umgebracht worden wäre. Zu allem Überfluss erschienen zwei britische Soldaten, ein kleinerer weißer und ein baumlanger schwarzer. Jetzt bekam ich erst richtig Angst. Geistesgegenwärtig nahm mein Bruder ein Bild mit irgendeiner damaligen politischen Größe auf und spuckte darauf. Auf den Gesichtern der beiden Soldaten erschien ein Lächeln und einige Kaugummis wechselten den Besitzer. Glimpflicher hätte der Ausflug nicht ausgehen können.

Eines Abends fuhren zwei Personenwagen besetzt mit drei ehemaligen kanadischen Kriegsgefangenen auf unseren Hof. Mein Bruder und ich sind natürlich gleich zu ihnen hingegangen, vielleicht ließ sich ja unerwartet Beute machen, für uns leider nur das übliche, Kaugummi und Cadburry-Schokolade. Für unseren Vater aber gab es eine Kiste Zigarren mit 25 Stück. Nachdem davon schon einige von ihm geraucht worden waren, meinte mein Bruder, bei soviel Vorrat fiele eine von uns heimlich geklaute Zigarre nicht auf. Jetzt wusste ich auch wozu der Erdbunker gebaut worden war, zum Zigarre rauchen. Diese eine wurde geteilt und  jede Hälfte angezündet. Ich müsse aber auch Lungenzüge machen, meinte mein Bruder. Gesagt, getan. Die Wirkung war verheerend. Doch der Weg zur rettenden Lösung war durch ein Hindernis verbaut. Damit die Hühner nicht davonfliegen konnten, war über dem Lattenzaun ein Maschendraht gezogen worden, natürlich war auch die Pforte höher. Der Überwurf befand sich ziemlich weit oben hinter dem Riegel und ich musste mich daher ordentlich recken. Dabei habe ich mich wohl etwas überdehnt und die Muskulatur gelockert. Das Haus mit dem Herzen wurde nicht mehr benötigt und es fehlte von da an eine Unterhose. Welcher Junge mit fast zehn Jahren raucht schon auf Lunge, merkt dann, dass er es noch nicht kann und muss dann auch noch seiner Mutter gegenüber erklären, wo und warum das zu der damaligen Zeit eher seltene Wäscheteil geblieben ist. Schande über Schande! Mutter hat es nie erfahren und Sie sagen es ja wohl auch nicht weiter?

Hans-Joachim Böker


Eschede gratuliert heute: Martin, Cornelia, Kristin, Ralf, Hartmut, Iris, Lisbeth und Dominik zum Geburtstag.

19. Oktober

Rezept der Woche von unseren LandFrauen


Eschede gratuliert heute: Manuela, Bernd, Sabine, Jürgen, Arend, Michelle, Sally, Gudrun, Günter, Annegret, Johannes, Martha, Monika und Uwe zum Geburtstag.

20. Oktober

Eschede´s Stärken aus Kinder-Sicht


Eschede gratuliert heute: Brunhilde, Willy, Karl, Sandra, Ralph, Helga, Susanne und Berbel zum Geburtstag.

21. Oktober

Eschede gratuliert heute: Wolfgang, Wilhelm, Adelheid, Benjamin, Sabine, Laura, Jan-Gerd, Antje, Katarzyna, Vanessa, Henning und Anna-Lena zum Geburtstag.

22. Oktober

Badmintonfahrt nach Kappeln
04.09. – 06.09.2009

Unser jährlicher Ausflug führte die Badmintonsparte diesmal nach Kappeln an der Schlei, um wieder einmal miteinander ein vergnügliches Wochenende zu verbringen.
Nachdem alle eingetroffen und die Zimmer verteilt waren, trafen wir uns zum Essen, einem griechischen Büffet. Danach wurden Karten gespielt, geklönt...

Am nächsten Morgen ging es nach dem guten Frühstück in den Ort Kappeln. Auch das Wirtshaus der Sendung „der Landarzt“ wurde besichtigt. Um 11.00 trafen wir uns,  ausgerüstet mit einem Lunchpaket im Hafen, um mit der MS Kappeln nach Maasholm,  einem kleinen Hafen an der Schleimündung in die Ostsee zu fahren.  Die Landschaft eignet sich ausgezeichnet für Wander-, Rad- und Paddeltouren. Dabei haben wir erfahren, dass die Schlei kein Fluss, sondern ein Fjord ist. Von Maasholm sind wir dann ca. 8,0 km entlang der Schlei, entlang der Ostseeküste und zurück nach Maasholm  entlang gewandert.  Ein Teil der Truppe entschied sich für die kürzere Strecke und hat sich in einem der vielen Restaurants mit Fisch verwöhnen lassen. Die anderen kämpften sich, zum Teil von heftigem Wind und Regen begleitet, voran. Beim Besuch eines Naturschutz Info Centers wurden die  mitgenommenen Lunchpakete mit Heißhunger verzehrt.
Wieder zurück an der Fähre traten wir dann die Rückfahrt nach Kappeln an.

Nach einer ausgiebigen Ruhepause trafen wir uns um 19.00 Uhr um in den Hafen zum Hafenfest zu gehen. Überall gab es Buden, Musik Vorführungen.

Durch einen Zufall landeten wir im Yachthafen wo der Yachtclub den Abschluss der Speckregatta feierte. Speckregatta deshalb, weil früher die Preise in Naturalien ausgegeben wurden.
Nach dem offiziellen Teil wurde dann der Abend bei toller Musik und Schwof genossen. Gegen 2.00 Uhr wanderten wir dann müde, aber super gelaunt zur Jugendherberge zurück.

Am Sonntag wollten wir nach dem Frühstück nicht gleich heimwärts fahren und nutzten die Gelegenheit, das Freilichtmuseum Haithabu bei Schleswig zu besuchen. Wir erfuhren sehr viel über die Geschichte der Wikinger, aber auch sehr anschauliches über ihr Leben.
Alle waren der gleichen Meinung:

Viel Spaß aber auch Einiges gelernt. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr!


Eschede gratuliert heute: Inge, Helko, Sandra, Eugen, Tatjana und Gerd zum Geburtstag.

23. Oktober

10. Spieltag in der Bundesliga

Am kommenden Wochenende heißt es wieder: "Bühne frei für deutschen Spitzenfussball"!

Nachdem eine internationale Woche auf dem Programm stand, ist der Alltag wieder eingekehrt und die Mannschaften müssen um jeden Punkt in der Meisterschaft kämpfen. Es kommt an diesem Spieltag zu einem sehr wichtigen Spiel zwischen dem Hamburger SV (2. Platz) und dem FC Schalke 04 (3. Platz). Aber auch Bayer 04 Leverkusen hat eine schwere Partie zu überwinden. Heute Abend sind die Dortmunder zu Gast in der BayArena.

Wir werden gespannt verfolgen, wie die Bayern ihre Niederlage gegen Bordeaux am Mittwoch verkraftet haben.
Hier ein Überblick des gesamten Spieltages mit den Tipps von Billa's Stüberl:

Bayer 04 Leverkusen - Borussia Dortmund   2:2
Bayern München - Eintracht Frankfurt             3:0
1899 Hoffenheim - 1. FC Nürnberg                 2:1
Hannover 96 - VfB Stuttgart                              3:1
Mönchengladbach - 1. FC Köln                       1:0
FSV Mainz 05 - SC Freiburg                             2:1
Hertha BSC Berlin - VfL Wolfsburg                 1:4
FC Schalke 04 - Hamburger SV                      3:3
VfL Bochum - SV Werder Bremen                   1:1


Eschede gratuliert heute: Monika, Anna, Lisa, Klaus, Marc, Bärbel und Brigitte zum Geburtstag.

24. Oktober

Eschede gratuliert heute: Anna, Dennis, Kurt, Marion und Helene zum Geburtstag.

25. Oktober

Eschede gratuliert heute: René, Astrid, Nicole, Norbert, Lydia, Gisela, Ernst-Günter und Lutz zum Geburtstag.

26. Oktober

Rezept der Woche von unseren LandFrauen


Eschede gratuliert heute: Martin, Horst, Miriam, Gertraud, Josef und Else zum Geburtstag.

27. Oktober

Tennis-Sparte
Kreispunktspielrunde Sommer 2009

Juniorinnen C - Vizekreismeister 2009

Die Kreispunktspielrunde 2009 verlief für die Escheder Juniorinnen-C-Mannschaft sehr erfolgreich. In dieser Mannschaft spielten: Merle Knakendöffel, Hannah Werner und Alina Alps.


v.l. n.r.: Hannah Werner, Alina Alps, Merle Knakendöffel, Frau Alps

Alle 4 Begegnungen (SV Nienhagen II, VfL Westercelle IV, VfL Westercelle III und TC Faßberg) wurden überzeugend mit 3:0 Punkten gewonnen. Es wurde auch kein Satz abgegeben, sodass diese Mannschaft mit 8:0 Punkten und 12:0 Matchpunkten klarer Gruppensieger wurde und somit ins Endspiel um die Kreismeisterschaft einzog. Der Gegner im Endspiel hieß SV Nienhagen I.

Das Endspiel wurde aufgrund Krankheiten mehrfach verschoben. Am 14.9. fand es dann in Eschede statt. Ein spannendes und sehr kampfstarkes Endspiel, wobei Hannah Werner ihr Einzel nach einer sehr starken Leistung gewann. Alina verlor leider ihr Einzel. Bei dem anschließenden Doppel kämpften die Spielerinnen beider Mannschaften um jeden Punkt. Das Doppel ging über 3 Sätze und wurde von Nienhagen nur ganz knapp im Tie-Break gewonnen.

Somit wurden die C-Juniorinnen Vize-Kreismeister 2009!

Herzlichen Glückwunsch den Spielerinnen zu dieser hervorragenden Leistung!

Junioren B

In dieser Mannschaft spielten: Dennis Hastung, Tobias Duff, Lukas Wachau, Sebastian Bogner und Marvin Schmidt.

Zum ersten Mal startete diese Mannschaft bei den Junioren B.  Mit den Gegnern SG Eldingen, VfL Westercelle II, CTV und TC Ahnsbeck lag ein hartes Stück Arbeit vor ihnen.

Alle 4 Begegnungen zeichneten sich durch großen Einsatz und Kampfgeist aus.
Nach zwei Niederlagen (teilweise sehr knappe Ergebnisse), einem Sieg und einem Unentschieden erreichte diese Mannschaft punktgleich mit TC Ahnsbeck, jedoch einem schlechteren Matchpunkte-Verhältnis, den 4. Platz in der Kreisliga-Staffel.

Die C-Juniorinnen und die B-Junioren nehmen auch an der Winterpunktspielrunde 2009/2010 teil. Hierfür wünschen wir beiden Mannschaften viel Erfolg!

Den Betreuerinnen dieser Mannschaften: Frau Alps (C-Juniorinnen) und Frau Hastung (B-Junioren) ein ganz "herzliches Dankeschön" für ihre Unterstützung bei der Organisation und Durchführung der Punktspiele!

Ingrid Wien
Jugendwartin


Eschede gratuliert heute: Philip, Agnieszka, Denise und Bernd zum Geburtstag.

28. Oktober

Alte Escheder Adresse lockt nach wie vor mit großer Attraktivität. Bianca Heiland eröffnet Stoff-Design-Manufaktur in der alten Tankstelle der ehemaligen Firma Bidenharn.

„13. Mai 1913 – Eröffnung einer Werkstatt mit Handel für Motor- und Fahrräder, Zentrifugen und Nähmaschinen in Eschede, Augustenstrasse.“ Derart lautet der erste Eintrag in der Firmenchronik der Firma Bidenharn. Wir schreiben das Jahr 2009 – fast 100 Jahre später.

Bereits ein Jahr nach der Geschäftsaufnahme, im Jahre 1914 musste Theodor Bidenharn den Betrieb schließen: Ausrücken in den ersten Weltkrieg. Erst nach Kriegsende, im Jahre 1918, kehrte er nach Eschede zurück – Neuanfang mit Gummihandel aller Art. 1921 heiratete er Maria“. Gemeinsam erwarben sie das Grundstück in der Celler Strasse. Eine Werkstatt und ein Wohnhaus wurden gebaut. In den folgenden Jahren vergrößerte sich auch die Familie, drei Kinder wurden geboren.
Etwa 1928 erhielt das Unternehmen die Konzession zur Autovermietung. Die Vorboten der politischen Katastrophen der Jahre 1930 – 1945 vereinnahmten den Betrieb mit seinen wertvollen Maschinen und ab 1930 mussten Rüstungsaufträge abgearbeitet werden. Glücklicherweise kamen 1945 / 1949 die beiden Söhne Norbert und Hans aus Krieg und Gefangenschaft nach Eschede zurück. Wieder Neustart: „Theodor Bidenharn o.H.G Autoeinzelhandel, Eschede“. Bereits Anfang der 50er Jahre konnte das Unternehmen als Vertragswerkstatt des Volkswagenwerkes tätig werden. Mit fortschreitender Automobilität expandierte in den Folgejahren auch das Unternehmen.

Unbeeindruckt von soviel Technik, Neubau und Motorenöl, gedieh, einige Schritte entfernt vom Betriebsgelände, abseits aller Blicke und auf einem sonnigen Plateau, ein Kleinod: Theodor Bidenharn pflanzte auf drei Morgen Land einen Obstgarten. Hier blühen, wachsen und reifen Äpfel – süß, sauer und saftig. Diese Obstwiese hat alles überdauert. Zartes Rosa und Weiß im Frühjahr, kräftig Rot und Grün sind die Farben im Herbst.

Im Zuge des wirtschaftlichen Wandels und erheblichen Strukturveränderungen von Seiten der Automobilhersteller, musste man im Jahre 2001 den Markenhandel aufgeben.

Nun galt es ein neues Nutzungskonzept für den Standort zu entwickeln. Heute teilen sich verschiedene Firmen das Betriebsgelände.
Seit 04. September schlägt eine neue Adresse die Brücke zur Alten Tankstelle Bidenharn. Nähmaschinen haben wieder ihren Platz gefunden. Der ehemalige Tankwart „Pit“ hat das neuerliche Rumoren stumm verfolgt.
Inzwischen hat er akzeptiert, dass die bunten Farben seines damaligen PKW-Kraftstoffs den Aggregatzustand geändert haben. Sie sind wirklich „stofflich“ geworden. Ab sofort kann man bei manu propria, in der Celler Str. 17, Farbe tanken.
…schauen Sie rein!!!

Bianca Heiland
Michael Bidenharn


Eschede gratuliert heute: Marleen, Joachim, Tim-Alexander, Olaf, Detlev, Hildegard und Eitel-Egbert zum Geburtstag.

29. Oktober

Reitsportgemeinschaft Eschede

Bezirksmeistertitel für Kim-Viktoria Bolik

Bei den Vierkampf-Meisterschaften des Bezirks Lüneburger Heide sorgte Kim-Viktoria Bolik von der Reitsportgemeinschaft Eschede am letzten September-wochenende in Uetzingen mit dem Gewinn der Goldmedaille für eine Überraschung. Die 15-jährige Gymnasiastin setzte sich knapp gegen die diesjährige Deutsche Vizemeisterin Rika Wöhnecke durch und verwies die DM-Reservereiterin Anna Stiemert (beide Kreisreiterverband Lüneburg) auf den Bronzerang.

Vierkampf ist immer auch ein Team-Sport. In der Junioren-Mannschaft (12-16 Jahre) des Kreisreiterverbandes Celle starteten weiterhin Charleen Schlicht und Caroline Lenert (beide RuF Eicklingen). Noch zwei Tage vor dem Wettkampf schien es, als müssten die 3 Reiterinnen auf ein viertes Team-Mitglied verzichten. Diverse Qualifikanten der vorangegangenen Kreismeisterschaften sagten kurzfristig ab. Nele Knoop (RuF Beedenbostel) ließ sich nicht lange bitten und sprang ohne jegliche Vorbereitung mit einem geliehenen Pferd ein, da ihre eigene Stute bereits die Herbstpause auf der Weide genoss. Gerade auf diesen Teamgeist sind Vierkämpfer besonders stolz.

Nach den ersten beiden Teildisziplinen 800 m Laufen und 50 m Freistil Schwimmen zeigte sich, dass alle 4 Mädchen gut in Form waren. Kim-Viktoria war mit ihrer Laufzeit von 2,47 Minuten durchaus zufrieden, allerdings blieb sie mit einer Schwimmzeit von 37,3 sec. um 2 Sekunden hinter ihrer persönlichen Bestzeit zurück. Die jeweiligen Zeiten werden mit einer spezielle Umrechungstabelle, die auch das jeweilige Alter der Teilnehmer berücksichtigt, in Punkte umgewandelt.

Im Vierkampf ist es wichtig, in den Sportdisziplinen eine gute Grundlage für die anschließenden Reitdisziplinen zu schaffen. Lauf- und Schwimmpunkte gehen mit dem Multiplikator 100 in die Gesamtpunktwertung ein. Die Benotung der A-Dressur wird mit 300 multipliziert, die Note des abschließenden Stilspringens mit 200. Für die Mannschaft werden je Disziplin die 3 besten Ergebnisse gewertet.

Die Eschedeerin erhielt auf „Van Dyk“ in der Dressur die Wertnote 7,5. Ein durchaus zufriedenstellendes Ergebnis für ein reines Springpferd. In der letzten Teilprüfung „Springen“ erhielten das Paar für ihren Ritt die Tageshöchstnote von 8,2. Damit ergab sich für Kim-Viktoria ein Endresultat von 5.635 Punkte, persönliche Bestmarke.

In der Mannschaftswertung erkämpften sich die Celler mit einer Gesamtpunktzahl von 16.198 die Silbermedaille hinter der Mannschaft des KRV Soltau-Fallingbostel (16.348 Punkte) und des KRV Lüneburg (15.909 Punkte).

Mit Philipp Visser nahm ein weiteres Mitglied der RSG Eschede am Vierkampf in Uetzingen teil. Er startete in der Gruppe der „Mini´s“ (Teilnehmer bis 12 Jahre), einem erstmalig durchgeführtem Pilotprojekt, und war auch kurzfristig bei der Mannschaft der Sachsenreiter Groß Eilsdorf eingesprungen. Lauf- und Schwimmanforderungen sind den oben genannten identisch, die Reitdisziplinen finden auf einem niedrigeren Niveau statt. Auch Philipp erhielt für seinen Springritt die Tageshöchstnote in seiner Gruppe und trug damit entscheidend zum zweiten Platz seiner Mannschaft in der Gesamtwertung bei.


Eschede gratuliert heute: Elsa, Carolina, Markus, Dieter, Astrid und Ralf-Peter zum Geburtstag.

30. Oktober

Gymnastikdamen vom TuS Eschede auf großer Tour

Jede Woche treffen sich die Damen  zum regelmäßigen Turnen. Weitere  verschiedene Aktivitäten werden von einem Festkomitee ausgearbeitet. Dieses Jahr war eine Tagesfahrt geplant. Dreißig Damen der zweiten Gruppe hatten sich angemeldet. Es sollte eigentlich eine Überraschungsfahrt werden, doch schon bei der Begrüßung  durch den Busfahrer gab er das Ziel bekannt. In Magdeburg erwartete uns unser Führer „ Otto der Große „ höchstpersönlich“, der uns die vielen Sehenswürdigkeiten  in einer netten Art erklärte.

Die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts, die erstmals 805 urkundlich erwähnt wurde, überrascht  nach rund  12oo Jahren wechselvoller Geschichte auch heute noch die vielen Gäste. Die Elbmetropole präsentiert sich als lebendige Stadt mit Kontrasten. Historische Bauten wie der gotische Dom, das Kloster, das alte Rathaus und vieles mehr. Ein besonderer Anblick  ist natürlich das Hundertwasserhaus.  Die „GRÜNE ZITADELLE VON MAGDEBURG“  das ist der Name, den Friedensreich Hundertwasser selbst seinem letzten architektonischen Werk gab. Ein Meer von Farben und Formen, 900 verschiedene Fenster, Goldkugeln und duftende Blumenwiesen auf den Dächern, wellenförmige Böden als „ Melodien für die Füße“ faszinieren die Besucher in diesem Paradies  für jedermann. Es war sehr beeindruckend.

Die Fahrt in eine Mondlandschaft könnte man unser nächstes Ziel nennen. Schneeweiße Berge ragen in die Höhe: Halden aus Abraumsalz, die stetig wachsen, erwarteten uns. Ein Mitarbeiter fährt mit uns im Bus auf den Berg. Seit 35 Jahren wird hier in Zielitz bei Magdeburg das Kaliumchlorid aus der Tiefe geholt, Ausgangsprodukt für Düngemittel und Chemikalien. Damit wir eigentlich verstehen, warum sich über den Salzbergwerken von Zielitz zwei weiß-gelb-gräuliche Giganten von über 100 Metern  aufgetürmt haben, erklärt uns unser Reiseführer einige Fakten. Von 42.000 Tonnen Material, die hier tagtäglich an dasTageslicht befördert werden, sind 30.000 Tonnen unbrauchbar. Die landen als Abraumsalz auf der Halde. Für das stetige Wachstum sorgt ein zwei Kilometer langes Transportband, an dessen Ende  die grobkörnige Salzlast  zu einem sogenannten Bandabsetzer führt, eine gewaltige Maschine, die die Fracht Tonne für Tonne auf den Bergrücken pustet. Oben auf dem Gipfelplateau haben Wind und Regen die Ablagerungen teilweise in bizarre Formationen verwandelt. Wir dürfen noch einen kleinen Aufstieg zum „Kalimandscharo“ machen, der für uns alle ein abenteuerliches unvergessliches Erlebnis bleiben wird.

Weiter ging die Fahrt durch die Elblandschaft Richtung Rogätz. Mitten im Wald erreichen wir Forst Heinrichshöhe, die neue Heimat von Heike und Hubertus Bühmann. Heike hatte mit Ihrem Team diese tolle Reise vorbereitet, und als Höhepunkt durften wir Ihr neues Zuhause kennenlernen. Wir wurden sehr herzlich empfangen. Hubertus hatte schon den Sekt kaltgestellt, und Kaffee gekocht. Dazu gab es Pflaumen- und Butterkuchen.  Danach kam das Private. Es wurde getrunken, gegessen, geklönt  und  fotografiert. Es war einfach schön.

Die Zeit rann dahin, wir mussten die Heimfahrt antreten. Noch ein Gruppenfoto, eine Umarmung und ein Auf Wiedersehen. Ein „Dankeschön“ noch mal an Heike und Ihrem Team.

Gisela Schnobel


Eschede gratuliert heute: Fabian, Monika, Uwe, Sabine, Hildburg, Jessica und Nina zum Geburtstag.

31. Oktober

11. Spieltag in der Bundesliga

Am 11. Spieltag in der 1. Fußball - Bundesliga kommt es zu einem Südderby zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Bayern München. Die Bayern im Pokal gegen Eintracht Frankfurt sehr stark (4:0 Sieg). Der VfB Stuttgart hingegen hat das Pokalspiel gegen Greuther Fürth mit 0:1 verloren. Es bleibt abzuwarten, wie Stuttgart diese Pleite verkraftet hat.

Robert Enke, Torwart von Hannover 96 kehrt ins Tor der Roten zurück. Nach seiner Verletzung ist erstmals wieder im Tor seiner Mannschaft. Im Spiel gegen den 1. FC Köln sind die nächsten 3 Punkte möglich.

Ein spannendes Spiel auch auf Schalke. Schalke 04 empfängt den Tabellenführer Bayer 04 Leverkusen.

Hier alle Spiele im Überblick mit den Tipps von Torsten Roeder aus dem Rathaus:

Borussia Dortmund - Hertha BSC Berlin  3:1
VfB Stuttgart - FC Bayern München           2:2
Hamburger SV - Mönchengladbach           3:0
Nürnberg - SV Werder Bremen                   1:4
VfL Wolfsburg - 1. FSV Mainz 05                 3:1
1. FC Köln - Hannover 96                            1:2
Schalke 04 - Bayer 04 Leverkusen             2:2
SC Freiburg - TSG 1899 Hoffenheim          0:2
Eintracht Frankfurt - VfL Bochum                 2:1


Eschede gratuliert heute: Simone, Christina, Witold, Ingo, Sandra, Irmgard, Fernando und Annika zum Geburtstag.

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