Aus der Chronik

Wie unsere Marinesiedlung gehört die Siedlung Am Aschenberg zwischen Höfer und Scharnhorst zu den lokalen Überbleibseln des unseligen Dritten Reiches. Die Wohnungen waren für Belegschaftsmitglieder der Luftmunitionsanstalt Höfer gebaut worden, 1944 war hier auch ein Kriegsgefangenenlager.

In den späten 1970er Jahren hat Kali und Salz, der Betreiber des Kalischachtes Mariaglück, als zweiter Besitzer den Wohnungsbestand am Aschenberg privatisiert. Überwiegend Bergmannsfamilien übernahmen die schmucken Häuser, darunter einige Villen und steckten viel hinein. Es lebte sich hier in himmlischer Ruhe im Vierländereck der Gemarkungen Höfer, Habighorst, Scharnhorst und Kragen, zwischen Hühnerfarm- und Bundeswehrzäunen, den Teichanlagen und Resten früherer Wacholderheiden. Doch dann kam die Sache mit dem Müll. Zehn Jahre Widerstand gegen das Großprojekt einer zentralen Müllanlage bei Höfer machte aus guten Nachbarn eine verschworene Gemeinschaft. Treffpunkte wurden liebevoll gestaltet, ein schönes Buswartehäuschen in Eigenleistung gebaut. Es herrscht eben ein prima Klima am Aschenberg, der eigentlich Ahnschenberg heißt. Heute zählt die Siedlung immerhin 95 Köpfe (aktuelle Zahl???).