Allgemeines

Dalle liegt im Naturpark Südheide westlich der Bundesstraße 191 und nordöstlich von Eschede inmitten ausgedehnter Forsten am Rande einer grünen Bachniederung. Es ist ein beschauliches Dorf im Grünen abseits des großen Verkehrs. Gerade das wissen auch die zu schätzen, die sich in Dalle ein Haus erworben oder neu gebaut haben.
Über die Grenzen des Ortes hinaus bekannt ist der TraumzeitHof sowie die "Werk- und Lebensgemeinschaft Dalle", eine Behinderteneinrichtung mit dem Landesamt für zentrale soziale Dienste in Hildesheim als Aufsichtsbehörde.

Einwohnerzahlen

Dalle hatte 1821 124 , 1848 200 , 1871 217 , 1885 233 , 1905 174 , 1933 129 , 1939 127 , 1946 291 , 1961 230 und 2000 121 Einwohner.

Aus der Chronik

Mit seinem Zehnten wird Dalle 1332 erstmals erwähnt.
Bis ins 19. Jahrhundert bestand Dalle aus fünf Hofstellen, die 1437 zuerst genannt werden und alle im Besitz des Herzogs waren. Dazu kamen kurz vor der Verkoppelung zwei Brinksitzerhöfe.

In einem Plünderungsverzeichnis von 1377 taucht nur ein Hof in Dalle auf ("Wolfert van dem Danlo"). Auch um 1395 wird in einem herzoglichen Register nur ein Daller Hof erwähnt, der zudem wüst lag. Es könnte vermutet werden, dass Dalle Ende des 14. Jahrhunderts zumindest partiell wüst lag und Anfang des 15. Jahrhunderts wieder aufgesiedelt wurde. Hofwüstungen sind auch in späterer Zeit wiederholt in Dalle vorgekommen. Neben dem schlechten Boden können die schlechten Weidemöglichkeiten als Gründe aufgeführt werden. Nach der Verkoppelung wurden alle Höfe bis auf einen an den Staat verkauft.

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts wohnten in Dalle neben den fünf Vollhöfnern mit ihren Familien und den beiden Brinskitzern noch der Lehrer und dreizehn Häuslinge, darunter vier Schäfer. Das Niemannsche Haus in Dalle wurde Ende des 19. Jahrhunderts von der Forstverwaltung zu Wohnungen für Waldarbeiter ausgebaut. Während des Zweiten Weltkrieges fiel es einem Brande zum Opfer.

Veröffentlichung zur Ortsgeschichte

Friedrich Hoppenstedt, Dalle in der Amtsvogtei Beedenbostel, herausgegeben im Selbstverlag, 1987

 

Ortseingang Dalle