Heiraten - Wer traut sich in der Escheder Flohrmühle

1874 wurde auch in Eschede die Zivilehe eingeführt. Eschedes langjähriger Gemeindevorsteher Marwede wurde erster Standesbeamter. Zu seinem Standesamtsbezirk gehörten die Kirchspieldörfer Eschede, Scharnhorst, Habighorst, Rebberlah und Starkshorn. Da die Verwaltung ehrenamtlich war, vollzogen sich in Ermangelung geeigneter öffentlicher Räume die Eheschließungen in der privaten Wohnstube von Bauer Marwede.

Bis Mitte 1938 gab es im Bereich der heutigen Samtgemeinde Eschede weitere Standesämter in Dalle (einschließlich Lohe, Schelploh und Weyhausen) sowie in Endeholz (mit Kragen, Heese und Marwede). Damit wurden den Bürgern die weiten Wege nach Eschede erspart.

Später fanden die Eheschließungen vor dem Standesbeamten im Gemeindebüro, dem heutigen Rathaus statt. Doch die richtige Stimmung wollte in dem schlichten Sitzungszimmer nie aufkommen. Das änderte sich erst, als die Gemeinde Eschede die Windmühlenruine am Glockenkolk Ende der 70er Jahre übernahm und in aufwändiger Sanierung die Flohrmühle zu dem heutigen Schmuckstück machte. In der mittleren Etage wurde das Trauzimmer des Standesamtes eingerichtet. Die erste Eheschließung fand am 15. Mai 1981 statt. Seither haben sich hier rund 900 Paare das Ja-Wort gegeben.

Wer auch in Eschede heiraten möchte,
kann sich beim Standesamt im Rathaus informieren, Telefon (05142) 411-17.

... und heute