Allgemeines:

Der kleine Ort mit zwei großen Höfen und 32 Einwohnern liegt westlich von Dalle. Ringsum ist der Lüßwald und südwestlich erstreckt sich das ausgedehnte Teichgebiet von den Loher Teichen bis zu den Aschauteichen. Ein      Reit-, Rad- und Wanderweg verläuft von Eschede über Lohe und Tielemannseiche nach Unterlüß.

Aus der Chronik

Grise Pagen:

Nördlich von Lohe - in der Nähe von Unterlüß, früher in der Loher Gemarkung - lag der "Grise Pagen", ein mächtiger Steinblock, der im Zuge des Baus der Eisenbahnstrecke Celle-Uelzen zersprengt wurde. Vor der Heideaufforstung soll er weithin sichtbar gewesen sein. Hier stießen drei alte Gaue (pagi) zusammen: Loingo, Gretegau und Bardengau; drei Bistümer: Minden, Hildesheim und Verden; und drei Kirchspiele: Hermannsburg, Eschede und Suderburg.

Loher Höfe:

Bis ins Jahr 1485 lassen sich ohne Unterbrechung zwei Höfe in Lohe zurückverfolgen. In diesem Jahr bekamen die Gebrüder v.Hodenberg den Lehn des verstorbenen Hermann v. Soltau/Scharnhorst, dem vorher die beiden Loher Höfe gehört hatten. Vorher scheint allerdings nur ein Hof in Lohe vorhanden gewesen zu sein. Der Doppelhof kann in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts durch Teilung aus einem Einzelhof entstanden sein.
Als Siedlung wird Lohe 1330 erstmals urkundlich überliefert. In einem Lehnsregister heißt es: "...de lutteken tegeden to lo unde danlo" - "...den kleinen Zehnten zu Lohe und Dalle".

Loher Teiche:

Die in der Escheder Gegend verbreiteten Teichwirtschaften sind vor verhältnismäßig kurzer Zeit entstanden. Ein Pionier der Teichwirtschaft war Oskar Petzsch. Er wurde in Zaschendorf (jetzt ein Ortsteil der Stadt Meißen) geboren. Seine Eltern waren Bauern, er selbst lernte das Müllerhandwerk. Als er in den Jahren 1892-96 in der Klußmühle bei Wismar, einer Gutsmühle in Mecklenburg, beschäftigt war, lernte er die Teichwirtschaft kennen, die damals im Entstehen war. Oskar Petzsch widmete sich nun diesem Betriebszweig ganz. Im Jahre 1896 ging er nach Harburg und nahm dort eine Stelle in der Teichwirtschaft an. Von hier kam er verschiedentlich zum Ankauf von Setzfischen nach Meißendorf, Sunder und Wittbeck. 1897 wurde ihm in Wittbeck ein Grundstück zur Anlage einer Teichwirtschaft pachtweise auf 20 Jahre angeboten. Danach kaufte er in Eschede ein Grundstück für Pachtzwecke. 1898 bat ihn der Landwirt Kohlmeyer in Lohe, sein Gelände an dem Drellebach auf die Eignung für eine Teichanlage zu prüfen. Da es sich als sehr brauchbar erwies, pachtete Petzsch das Gelände zunächst auf 12 Jahre, nach einigen Jahren wurde die Pachtzeit auf 30 Jahre verlängert. In ungefähr zehn Jahren waren 200 Morgen Teiche angelegt. Aus sumpfigem Ödland war so eine hervorragende Teichwirtschaft gewachsen. 1911 baute Oskar Petzsch in Dalle ein Haus, in dem er seinen Wohnsitz nahm.

 

 

 

 

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