Allgemeines:

Das malerische Dorf Marwede mit seinen unter 150 Einwohnern liegt rund 25 Kilometer nordöstlich von Celle am Südrande des Lüß-Waldes im Naturpark Südheide. Das weiträumige Streudorf ist durch Baumbestände und Teiche gegliedert. Besondere Erwähnung verdient der im Waldgebiet liegende Natur-Badesee, der Gäste aus der näheren und weiteren Umgebung anzieht.

Politische Zugehörigkeit:

Am 5. Dezember 1972 wurde die ehemals selbständige Gemeinde Marwede in die Gemeinde Scharnhorst überführt, die wiederum Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Eschede ist.

Einwohnerzahlen:

Marwede hatte 1821 64, 1848 80,1946 289, 1959 109, 1967 175 und 2000 136 Einwohner.

Aus der Chronik

Vorgeschichtliches:

Ortsname:

Um 1330 Marewede, 1332 Marwede, 1368 to dem Marwede, 1438 to Margwede

Entwicklung:

Das Dorf Marwede ist aus einem Einzelhof hervorgegangen. Um 1330 besaß dort Werner v. Boldensen, der auf dem Gut Holdenstedt (Kreis Uelzen) wohnte, einen Hof. 1332 verkaufte er den Marweder Hof an Eberhard von Mahrenholtz. Unter denen v. Mahrenholtz ist der Hof geteilt worden und außerdem ein neuer Vollhof angelegt worden. Um 1430/38 umfasste das Dorf diese drei Höfe. Bis 1550 hat es sich um zwei Kötnerstellen und eine Mühle erweitert. Seit 1663 waren die Höfe im Besitz der v.d.Wense in Eldingen. Zu den fünf Wohngebäuden ist 1682 noch eine Mühlenkote hinzugekommen.

Bei der Anzahl von fünf Bauernhöfen (bis zu einer Größe von 1700 Morgen) und der Mühle ist es bis ins 20. Jahrhundert geblieben. Eine Landarbeitersiedlung, errichtet von der Niedersächsischen Landgesellschaft, hat sich den anderen Wohngebäuden ansprechend zugeordnet. Nach 1955 entstand ein Jugendheim des CVJM.
Als kleiner, gepflegter Ort mit ursprünglichem Charakter ist Marwede ein Anziehungspunkt für Menschen, die die Ruhe und Schönheit der Natur schätzen. Insbesondere in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts konnte manchem Wunsch nach Bauland entsprochen werden und neue Häuser entstanden.

Quelle: Kunstdenkmälerinventare Niedersachsens, Herausgegeben in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesverwaltungsamt Hannover, Band 38, "Die Kunstdenkmale des Landkreises Celle"

Veröffentlichung zur Ortsgeschichte:

- Wilhelm Brese: Marwede. Eine Perle der Südheide, Celle 1986

- Informationsbroschüre über die Marweder Mühle als PDF

Niedersächsische Mühlenstraße