Musenmöhl - Vom Mühlenbetrieb zum Kulturzentrum

Die "Escher Musenmöhl", Rebberlaher Straße 3 a in Eschede, beherbergt die Fahrbücherei des Landkreises Celle, das Samtgemeindearchiv, die Samtgemeindebücherei und einen Veranstaltungsraum.

1937 hatte der Escheder Müllermeister Gustav Flohr das Gebäude als neue Mühle errichtet. Es wurde mehrfach erweitert und 1971 an den Landhandelskaufmann Karl-Heinz Stoll verkauft. Im Volksmund war es deshalb die "Stoll-Mühle", die alte Windmühle nebenan blieb die "Flohrmühle".

Stoll wurde der Platz knapp in dem Gebäude und er siedelte mit seinem Betrieb Ende der 70er Jahre um in das Gewerbegebiet am Höhenberg. Die Samtgemeinde Eschede, die von Gustav Flohr gerade die alte Windmühle erworben hatte, befürchtete eine Gewerberuine in unmittelbarer Nähe und übernahm deshalb den Komplex. Die Idee, hier das Escheder Rathaus anzusiedeln, ließ sich allerdings nicht verwirklichen.

1981 gab die Kreisbücherei ihr Domizil in Celle auf und zog in einen Teil des Gebäude ein. Seither bedient die Fahrbücherei des Landkreises Celle mit ihrem Bücherbus alle Gemeinden des Landkreises mit Lesestoff. 1985 bezog das Samtgemeindearchiv das Kellergeschoss,1986 folgte die Samtgemeindebücherei. Im Obergeschoss wurde am 24. April 1987 ein Kulturraum eingeweiht.

Gleichzeitig erhielt das gesamte Haus seinen neuen Namen: "Escher Musenmöhl" (Plattdeutsch für "Escheder Musenmühle"). An der Namensfindung hatten sich zahlreiche Einwohner beteiligt, doch letztlich wurde der Name in überfraktioneller Beratung beschlossen. Damit sollte der plattdeutschen Sprache im Escheder Raum ein bisschen mehr Gewicht verschafft werden.

 
Escher Musenmöhl