Aus der Chronik

Mit Steuerregistern aus dem 15. Jahrhundert erhalten wir Nachrichten über den Ort Ohe und seine Bewohner. Im Schatzregister von 1428 bis 1438 ist "tor o" (zu Ohe) "Lodewich" mit zwei Mark eingetragen. 1438 heißt es dort: "To Oo: Henneke 2 Gulden, sin broder 2 Gulden, sin mome 1 Gulden". Die Besitzer der beiden größeren Höfe sind also Brüder, der des kleineren Hofes ist ihr Onkel. Da vorher nur ein Hof in Ohe genannt wird, könnte es sein, dass kurz vor 1438 der große Einzelhof des Lodewich in mehrer Höfe aufgeteilt wurde. Die beiden Söhne des Lodewich teilten sich den Vollhof, der Onkel wurde mit einer Kote abgefunden. Solche Teilungen waren damals durchaus üblich.
In dem Register von 1438 findet sich hinter dem Onkel noch der Zusatz: "Luczekens meyer". An den reichen Celler Bürgermeister Hinrik Lutzeke hatte nämlich der in Geldnot steckende Celler Herzog die Höfe in Ohe (sowie auch in Altencelle und Ummern) verpfändet.
Spätestens 1511 sind die drei Oher Höfe wieder im Eigentum des Herzogs, - sie tauchen in einem herzoglichen Abgaberegister auf: die Vollhöfner Wolder Meyer und Hans Knoop zahlen jeweils zwei Gulden, Kötner Tyvermann zwölf Schilling.
Von 1511 an lassen sich dann die Besitzer der drei Oher Höfe anhand von Urkunden und alten Schriften über die vergangenen Jahrhunderte nachweisen.