Kleine Siedlung mit einigen Häusern entlang der Straße Eschede-Oldendorf und dem alten Forsthaus.

Waldarbeiter im Lüß

"Zu den Veteranen vom Lüß gehört der alte Winterhoff, der Achtzigjährige vom Queloh, im Haus an der Straße nach Eschede. Ich bin an seinem Hause vorübergegangen, im Frühling, im Sommer, im Winter, wenn Schnee und grause Stille über dem Lüßwald lagen. Diesmal bin ich bei ihm eingekehrt.... Guten Tag auch, Alter! rief ich dem im Schatten der Linde Sitzenden zu. Darf man eintreten? Und wie ist's mit einem kühlenden Trunk? So kamen wir bald in Fluss. Der Alte rückte zu mir auf die Bank im Garten, guckte mich an, meine Siebensachen, guckte mich höllisch achtungsvoll an und begann. Er erzählte, während ich vom blanken Tischtuch den Kaffee trank und die Brotschnitte aß... Tja, meine Vorfahren, das stimmt, die stammen dahinten achter Müden weg, vom Winterhoff. Der Name ist übrigens ganz bekannt! Und dann kam mein Vater nach Oldendorf, wo er das Gut pachtete. Von da bin ich in den Lüßwald gekommen. Immer in freier Natur, im Wald, Sie wissen ja, wie das ist. Zuletzt langte es hin zu einem Haus. Da sind wir hier vorm Walde sesshaft geworden. Was mein Sohn ist, ... der hat es nu schon besser. Der ackert und schlägt das Messer des Vaters in die Erde."

Aus dem Hannoverschen Anzeiger vom 25.Mai 1934