Allgemeines:

Auf den ersten Blick scheint die Zeit in Rebberlah irgendwie stillzustehen. Die imposanten Höfe ruhen malerisch zwischen den mächtigen Eichen in dem weitläufigen Dorf - so wie in vergangener Zeit. Aber dann ist deutlich zu erkennen: das Dorf hat sich nicht nur erfolgreich um Dorfbildpflege bemüht, auch um einen Strukturwandel zum sanften Fremdenverkehr.

Politische Zugehörigkeit:

Die bis dahin selbständige Gemeinde Rebberlah beschloss auf ihrer Gemeinderatssitzung am 2.9.1967, der Samtgemeinde Eschede beizutreten. Sie war damit eine der ersten Gemeinden im Landkreis Celle, die sich auf freiwilliger Basis einer Samtgemeinde anschloss.

Einwohnerzahlen:

Rebberlah hatte 1821 85 , 1848 97 , 1905 87 , 1925 93 , 1939 88 , 1950 210 , 1967 77 und 2000 49 Einwohner.

Aus der Chronik

Schreibweisen des Ortsnamens:

993 Krathabodle, um 1007 Hradebodanle, um 1380 To dem Retberle, 1438 Rebberla, 1511 Rybberlage, 1590 Ribberlahe, 1710 Ribberlow.
Im Plattdeutschen: Rebberloa und Rewweloa.

Alter Grenzort:

Rebberlah wird unter den Grenzorten in der Feststellung der Grenzen zwischen Ostfalen und Engern und den Bistümern Hildesheim und Minden um 993 sowie um 1007 genannt. Die Grenze führte im Osten um den Ort herum. Rebberlah war auch der Grenzort zwischen der Burgvogtei Celle und den Amtsvogteien Beedenbostel und Hermannsburg. Die Schnede (Grenze) verlief durch den Ort und hatte ihren Dreieckspunkt im Paull Drallen Hoff, wie es in der Schnedebeschreibung der Burgvogtei von 1664 heißt, bei Dralles Kesselhaken (also genau über der Feuerstelle des Drallen Hofes), gibt die Beschreibung der Amtsvogtei Beedenbostel von 1663 noch präziser an.

Frachtfahrerausspann:

Rebberlag lag an dem alten Post- und Frachtfahrerweg, der von Celle aus Richtung Uelzen bzw. Ebstorf führte. Daher war der Ort auf Durchgangsverkehr bestens eingerichtet. Eine Gastwirtschaft betrieben sowohl der Brammersche, als auch der Voigtsche und der Drallen Hof. Auf dem Brammer-Hof konnten bis zu 60 Frachtpferde untergestellt werden.

Ortsentwicklung:

In Zinsverzeichnissen aus den Jahren um 1395, 1430 und 1438 werden vier Vollhöfe in Rebberlah aufgeführt. Zwischen 1511 und 1550 siedelte sich noch eine Kötnerstelle an und 1704 eine Brinksitzerstelle. Auf diesen Umfang blieb das Dorf bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts beschränkt. Ende des 20. Jahrhunderts zählte Rebberlah neunzehn Wohngebäude (zuzüglich des Teichgutes Wildeck).

Wildeck:

Im Jahre 1897 bauten Forstmeister Kaiser aus Miele und Apotheker Guth in der Gemarkung Rebberlah die Wildecker Teichanlage, mit umliegenden Flächen heute das Teichgut Wildeck.
Bei der Waldbrandkatastrophe 1975 lag Wildeck mitten in dem Brandgebiet, konnte aber mit starken Wasserschirmen gehalten werden.

Veröffentlichung zur Ortsgeschichte:

Kurt W. Seebo: Rebberlah. Streifzug durch die Geschichte. Heft 5 der Reihe "Aus der Geschichte der Samtgemeinde Eschede". Ströher Druck Celle, 1993