Allgemeines:

"Deutschlands kleinste Gemeinde im Landkreis Celle", titelte vor rund vier Jahrzehnten die Cellesche Zeitung und schrieb: "Bei einer Überprüfung unserer Gemeinden im Landkreis Celle konnten wir überraschend feststellen, dass (...) die Gemeinde Starkshorn bei Eschede (...) diesen unerwarteten Ruhm für sich in Anspruch nehmen (kann), da sie nur 58 Einwohner aufweist und aus zwei Gehöften, zu denen sechs kleinere Wohnhäuser gehören, besteht. Ihre Grundfläche umfasst etwa 1000 ha, und zwei Telefonanschlüsse halten den Verkehr mit der Außenwelt aufrecht".

Zugehörigkeit:

Starkshorn gehört heute zur Gemeinde Eschede. Die Verwaltungsgeschäfte führt die Samtgemeinde Eschede.

Einwohnerzahlen:

Starkshorn hatte 1823 23 , 1939 33, 1950 57 , 1967 31 und 2000 9 Einwohner.

Aus der Chronik:

Starkshorn ist 1450 als Einzelhof von Richerde Winkelmann aus Rebberlah in dem Holz dat Starckeshorn bi den Rebberloh angelegt worden. 1553 ist noch eine Kote entstanden.
Mit dem Vollhof wurden 1494 die v. Bothmer in Lauenbrück belehnt. Der Kothof war dem Celler Herzog abgabepflichtig.
Bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts bestand das Dorf aus diesen beiden Hofstellen.

Marine-Sperrzeugamt Starkhorn:

Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde Starkshorn durch das Marine-Sperrzeugamt bekannt, das zwischen Starkshorn und Unterlüß von 1937 bis 1945 bestand und in dem Minen und Munition für die deutsche Kriegsmarine produziert wurden. In Wirklichkeit hatte aber das Sperrzeugamt mit Starkshorn nichts zu tun - man hatte ihm nur den Namen des nahe gelegenen Ortes gegeben.

Literatur:

Joachim Gries/Joachim Hoppe: "... Was wir tun, ist nicht gerade zum Guten..." . Mariensperrzeugamt Starkshorn. 1937-1945. Heft 4 aus der Reihe "Aus der Geschichte der Samtgemeinde Eschede", o.J.