Am Sonntag, 10. August 1975, brach in der Nähe von Queloh ein Feuer aus, das sich in den darauf folgenden Tagen zum größten Waldbrand in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland entwickelte. Eschede rückte damit in den Brennpunkt des Medieninteresses.

Gegen 12.30 Uhr war ein Waldbrand zwischen Eschede und Oldendorf gemeldet worden. Nachdem bereits am Nachmittag alle verfügbaren Feuerwehrkräfte aus dem Landkreis Celle im Einsatz waren, wurden noch am späten Abend Tanklöschfahrzeuge aus den Landkreisen Soltau-Fallingbostel, Harburg, Stadthagen und Syke alarmiert. Die Bundeswehr war zu diesem Zeitpunkt bereits mit zehn Bergepanzern im Einsatz.

Am Montag dehnte sich der Waldbrand zwischen Eschede und Oldendorf wegen zunehmender und ständig drehender Winde weiter aus. Bei 34 Grad und starkem Wind bewegte sich eine drei Kilometer breite Feuerfront Richtung Celle. Französische Löschflugzeuge kamen zum Einsatz. Ihr Wasser nahmen sie auf dem Fliegerhorst Wietzenbruch in Celle und im Steinhuder Meer auf.

Am 14. August 1975 waren rund 13000 Einsatzkräfte aus dem ganzen Bundesgebiet im Einsatz. Der Escheder Schulhof entwickelte sich zum Bereitstellungsraum für Fahrzeuge aus allen Bundesländern.

Am 15. August 1975 war der Brand unter Kontrolle. Rund 6000 Hektar hatten die Flammen vernichtet, darunter neben Wald auch Acker, Moor- und Heideflächen. 15 Gebäude in Starkshorn, Rebberlah und Hustedt wurden zerstört, dabei waren zwei Wohnhäuser.

Heute erinnert ein Gedenkstein an der Landesstraße 281 zwischen Queloh und Oldendorf unweit der Alten Fuhrmannschänke an das Großfeuer.