Chronik 2007

Januar

2.                   Vor dem Aufbau kommt der Abriss: Die Mischanlage des Mischwerks auf dem Scharnhorster Berg wird erneuert. Sie stammt aus den 1960er Jahren und entspricht nicht mehr dem Stand der Technik. Gleichzeitig wird die Kapazität des Werks, das zur Norddeutschen Mischwerke GmbH und Co.KG gehört, von 80 auf 160 Tonnen Mischgut pro Stunde verdoppelt. Über 100000 Tonnen Asphalt für den Straßenbau hat das Mischwerk Scharnhorst 2006 produziert.

6.                   24 aktive Mitglieder, 45 fördernde und 6 Altersmitglieder hat die Freiwillige Feuerwehr Endeholz. Diese Zahlen nennt Ortsbrandmeister Gerhard Adlung in der Jahreshauptversammlung. Der Jugendfeuerwehr gehören 11 Jungen und 1 Mädchen an.

6.         15 Einsätze hatte die Freiwillige Feuerwehr Habighorst im Jahr 2006 zu bewältigen. Diese Zahl nennt Ortsbrandmeister Stefan Kornetzky in der Jahreshauptversammlung. Seiner Wehr gehören 140 Mitglieder an, davon sind 42 Aktive, 16 Jugendliche, 12 sind in der Altersabteilung und 70 sind fördernde Mitglieder.

10.               Ginge es nach der SPD im Escheder Samtgemeinderat, würde aus dem Samtgemeinde-Bauhof ein Eigenbetrieb, der in Konkurrenz zu anderen Anbieter am Markt antritt. Das wird im Finanz- und Wirtschaftsausschuss deutlich, der sich mit dem Thema Bauhof befasst. Am 25. Januar legt der Samtgemeinderat fest, dass der Bauhof erhalten bleibt, sich aber noch stärker an der Wirtschaftlichkeit orientiert.

13.               Unbekannte Täter verunzieren im Schutze der Dunkelheit den Escheder Bahnhof sowie Nebengebäude mit großflächigen Graffiti. Zur Beseitigung kommt nur ein Neuanstrich in Frage. Den beschließt der Rat der Gemeinde im 6. Februar, vorher soll eine Videoüberwachung installiert werden.

15.               Die Samtgemeinde-Ausschüsse aus Eschede und Lachendorf sowie der Verwaltungsrat der Gemeinde Unterlüß loten in einer gemeinsamen Sitzung aus, ob sie in einer gemeinsamen Leader-Region an die Fördermittel in den Ziel-1-Töpfen gelangen können.

18.               Orkan Kyrill zieht eine Spur der Verwüstung durch den Landkreis Celle. In der Samtgemeinde Eschede ist vor allem der Bereich Ohe-Höfer betroffen. Neben Waldflächen am Oher Weg sind in Höfer vor allem der Friedhof, das Freibad und zahlreiche Privatgrundstücke betroffen, wo der Sturm Bäume abknickt oder entwurzelt und dabei auch Häuser beschädigt. Es dauert mehrere Tage, bis der Friedhof in Höfer, auf dem über 50 große Bäume umstürzten, wieder betreten werden kann. In Lohe auf dem Grundstück Kohlhoff fällt eine etwa 350 Jahre alte Eiche dem Sturm zum Opfer. Außen sah sie noch gesund aus, aber ein Blitzschlag vor 30 Jahren hatte dem Regen einen Weg in das Innere des Stammes gebahnt, wo jetzt alles morsch und verfault war.

29.               Einstündige Vollsperrung der Bundesstraße 191 bei Eschede, nachdem der Auflieger eines Sattelzugs beim Einbiegen in den Schneebruch in den Graben gerutscht war. Eigentlich hatte der Fahrer das Gewerbegebiet am Höhenbergweg ansteuern wollen, das Navigationsgerät hatte ihn aber schon vorher zum Abbiegen aufgefordert. Ein Kran setzt den Auflieger wieder auf die Fahrbahn.

29.               Orkan Kyrill sorgt in Höfer für einen ausgeglichenen Etat. Eigentlich hätte im Haushalt 2007 ein Loch von 30000 Euro geklafft, der Holzverkauf aus dem gemeindeeigenen Wald sorgt aber für Einnahmen von rund 8000 Euro. Die restlichen 22000 Euro werden der Rücklage entnommen.

30.               Mit Hildegard Markmann begrüßt Gemeinschaftsleiter Werner Mirsch das 300. Mitglied in der Siedlergemeinschaft Eschede.

Februar

4.                   Tödliche Verletzungen zieht sich ein 43-Jähriger aus Uelzen zu, als er mit seinem Wagen bei Weyhausen von der Bundesstraße 191 abkommt und gegen einen Baum prallt. Das Unfallopfer muss von der Freiwilligen Feuerwehr Eschede aus dem Fahrzeug befreit werden.

8.                   In diesem Jahr soll der zweite Bauabschnitt des Ausbaus des Mühlenwegs geplant werden. Das beschließt der Rat der Gemeinde Habighorst in seiner Sitzung zusammen mit dem Haushalt 2007.

10.               Olaf Schöneck wird in der Jahreshauptversammlung des Schützenvereins Eschede zum neuen Präsidenten gewählt. Hans-Herbert Heinze, der 12 Jahre an der Spitze des Vereins stand, wird zum Ehrenpräsidenten ernannt.

10.       Thomas Weiß wird von den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Höfer zum neuen Ortsbrandmeister gewählt, zum kommissarischen Stellvertreter wird Andreas Bünger berufen.

16.       Nach elf Jahren ist das Flurbereinigungsverfahren Eschede-Scharnhorst beendet. 37 Landwirte waren beteiligt, in dem 227 Hektar großen Gebiet wurden zersplitterte Schläge zusammengelegt, neue Wege, Hecken und Baumreihen sowie Brachflächen und vier Beregnungsanlagen angelegt.

17.               Mit der Neuordnung des Escheder Ortszentrums befassen sich neben den Mitgliedern des Rates der Gemeinde Eschede die Bürgervertreter aus den Ausschüssen sowie Vertreter des Vereins Südheide Tourismus und Gewerbe Samtgemeinde Eschede zusammen mit Dorfplaner Dr. Eggert Sass. Eschede bemüht sich um die Aufnahme in die Städtebauförderung.

24.               Nach längerer Pause zeigt der Hegering Eschede seine Trophäenschau erstmals wieder in Eschede in der Glockenkolkhalle und lädt die Bevölkerung hierzu ein.

27.               Tempo 30 in allen Escheder Siedlungsstraßen? Dazu kann sich der Wirtschafts-, Bau- und Dorfentwicklungsausschuss der Gemeinde Eschede nicht durchringen und verweist das Thema in die Fraktionen. Am 26. April lehnt der Rat der Gemeinde die Tempo-30-Zone ab. Stattdessen soll eine mobile Tempoanzeige angeschafft werden um so festzustellen, wo Handlungsbedarf besteht.

März

1.                  Mit einem silbernen Eschenblatt sollen künftig verdiente Bürger in der Gemeinde Eschede ausgezeichnet werden. Auf diese so genannte Eschenspange verständigen sich die Mitglieder des Jugend-, Kultur- und Vereinsauschusses der Gemeinde. Im Dezember beschließt der Rat der Gemeinde eine entsprechende Richtlinie zur Förderung verdienter Bürger.

2.                  Tödlich endet für Max Hartmann die Begegnung mit dem Tiger auf dem Gang des Raubtierhauses des Kölner Zoos. Dass Hauptdarsteller Henry Hübchen in dem Film „Mordshunger“ die Szene unbeschadet übersteht, verdankt er Jason Schweizer vom Filmtierpark in Aschenberg, der die Szene mit Tiger Lucky unter der Aussicht von Filmtiertrainer Joe Bodemann doubelt.

2.         Rund 200 Pfadfinder aus 42 Stämmen oder Ortsgruppen aus ganz Niedersachsen konferieren für zwei Tage in der Glockenkolkhalle Eschede. Die Delegierten schlafen in sechs Klassenräumen der Schule, eine Gruppe hatte ihre Jurte auf dem Gelände des DRK-Kindergartens an der Breite aufgeschlagen.

4.         Perfekter Durchmarsch: Die Volleyball-Herren der SG/Lachendorf/Eschede als Aufsteiger in die Verbandsliga machen mit einem 3;1-Sieg im letzten Saisonspiel bei TuS Vahrenwald II den Aufstieg in die Oberliga perfekt.

5.                   Überraschung in der Sitzung des Rates der Samtgemeinde Eschede: In geheimer Abstimmung lehnt die Mehrheit den Haushalt 2007 ab. Gerd Bakeberg legt daraufhin nach der Sitzung den Vorsitz der CDU-Fraktion nieder. Später übernimmt er den Fraktionsvorsitz aber wieder.

9.         In Habighorst fällt der Schlauchturm der Feuerwehr. Ende der 1950er Jahre war das ehemalige Transformatorenhaus der Stromversorgung Osthannover mit Mauerwerk und einer Holzkonstruktion auf insgesamt 14 Meter Höhe aufgestockt worden. Bis Ende der 1980er Jahre diente der Turm zum Trocknen der Schläuche, auch wurde er für Übungen genutzt. Nach einer Überprüfung im Jahr 2004 wurde er wegen Baufälligkeit gesperrt. Den Abriss besorgen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Habighorst, nach drei Stunden ist von dem Turm nur noch ein Haufen Bauschutt übrig.

10.               102 Delegierte aus dem ganzen Landkreis Celle nehmen am Kreis-Jugendfeuerwehrtag in der Glockenkolkhalle in Eschede teil. Kreisjugendfeuerwehrwart Norbert Döhner betrachtet die Personalentwicklung mit Sorge, denn Neueintritte können den Mitgliederschwund nicht auffangen.

19.       Bodo Beister ist der neue Vorsitzende des Freundeskreises Barneville-Carteret in Eschede, Gerd Misselhorn aus Marwede ist sein Stellvertreter. Der 2005 gegründete Verein hat 43 Mitglieder.

23.               Umzug in die Heide: Der etwa sechsmonatige Löwe „Tone“, den die Behörden auf einem Bauernhof im Unterallgäu gefunden hatten, wird in den Filmtierpark von Joe Bodemann aufgenommen. Als „Alwin“ entwickelt er sich in Aschenberg schnell zum Publikumsliebling.

23.       Rainer Quandt heißt der neue Vorsitzende des Fördervereins Heideschwimmbad Höfer, sein Stellvertreter ist Heiko Latza.

23.       Wechsel an der Spitze des DRK-Ortsvereins Eschede: Norbert Schimanski, bisher stellvertretender Vorsitzender, ist jetzt Chef, Günter Berg, bisher an der Spitze des Vereins, ist jetzt Stellvertreter. Neu im Vorstand ist Schatzmeisterin Gudrun Stockert.

24.               Irische Klänge im Gasthaus zur Post in Scharnhorst: Neben Musik von der Gruppe Grassland zeigen die „Rainbow Dancers“ aus Groß Ösingen ihr Können. Es gibt irisches Bier und irische Speisen.

31.       Das KVC-Reisebüro im Südheidebahnhof Eschede schließt. Doch für die Kunden ändert sich nichts, denn am 2. April öffnet mit gleichem Angebot das erste Metronom-Kundencenter. Die Nahverkehrsgesellschaft, die mit ihren Zügen stündliche Verbindungen in Richtung Göttingen und Uelzen anbieten, will damit den direkten Dialog mit ihren Kunden erhalten.

April

5.                   Französische Klänge in der Glockenkolkhalle Eschede: Der Shantychor „Choeur des Marins du Cotentin“ aus Bricquebec singt unter der Leitung von Jean Louis Dalmont. In dem Chor singen auch Einwohner aus Eschedes Partnergemeinde Barneville-Carteret in der Normandie mit.

12.       Maurer Horst Pundschus und Malermeister Arnold Braun sanieren in Eigenleistung das Mauerwerk des Denkmals an der Feuerwehr in Habighorst, bevor die neue Bepflanzung in die Erde gebracht wird.

14.       Die Reitsportgemeinschaft Eschede feiert ihr 25jähriges Bestehen. Weiter an der Spitze steht Ulrich Schlichte als Vorsitzender.

Mai

1.                   Zum zweiten Mal findet das Maifest mit Gottesdienst und Live-Musik im Freibad Eschede statt. Neben ermäßigten Karten für die Saison 2007 gibt es wieder eine große Tombola. Hauptgewinn: eine Ballonfahrt. 3000 Euro werden in die Kasse des Fördervereins gespült, der damit den Spielplatz verbessern will.

8.         Der Haushalt der Samtgemeinde Eschede findet die Zustimmung im Rat der Samtgemeinde. In nahezu gleichlautenden Anträgen fordern CDU- und SPD-Fraktion ein Schuldenmanagement sowie eine weitere interkommunale Zusammenarbeit, um die Schulden der Samtgemeinde zu senken.

19.       Frank Gruel ist der „König der Könige“ 2007 des Schützenvereins Höfer.

21.       Zum Ende des Schuljahres ist Schluss für die Schule in Habighorst. Das empfiehlt der Schulausschuss der Samtgemeinde Eschede, nachdem zuvor bereits die Gesamtkonferenz der Grundschule Eschede für die Integration der beiden Habighorster Klassen in die Escheder Grundschule gestimmt hatte. Nur noch 17 Kinder würden im Sommer in Habighorst eingeschult, eine Gleichbehandlung mit den Escheder Schülern sei damit nicht gegeben. Im Juli stimmt der Rat der Samtgemeinde Eschede der Aufgabe der Habighorster Schule zu.

25.       Das Pfingsttreffen des rechtsextremen Vereins „Heimattreue Deutsche Jugend“ (HDJ) findet auf dem Gelände von Joachim Nahtz in Eschede statt. Der Verein steht im Verdacht, Ersatzorganisation der 1994 vom Bundesinnenministerium verbotenen Wiking-Jugend zu sein. Die Polizei kontrolliert bei der Anreise die rund 150 Personen aus ganz Deutschland. Niedersachsens früherer Innenminister Heiner Bartling (SPD) fordert ein Verbot der HDJ

26.       Mit einem großen Festkommers mit 250 geladenen Gästen am Samstagabend, einem großen Schwimmbadfest mit Live-Musik von den Keltics und einem Gottesdienst am Montag feiert die Gemeinde Höfer am Pfingstwochenende das 50-jährige Bestehen des Heideschwimmbads. Anerkennung findet in den Reden vor allem die Arbeit des Fördervereins, der nach der Schließung des Bades im Jahr 1995 die Sanierung und die Wiedereröffnung im Jahr 1998 ermöglichte.

27.       Jens Lehmann, „der königliche Versicherer“, ist Eschedes neuer Schützenkönig, ihm zur Seite steht Heinz Borchers, „der königliche Fahrer“. Damenbeste ist Irmgard Schöneck.

29.       Im fünften Anlauf findet sich bei der Zwangsversteigerung für das Gelände des ehemaligen Zimmereibetriebs Winkelmann am Escheder Ortseingang ein Käufer. Was der neue Besitzer plant, will er nicht verraten, bekannt ist nur, dass auf einer Teilfläche ein Aldi-Markt gebaut werden soll.

Juni

6.                   Eine Resolution mit 92 Unterschriften von Anwohnern übergeben Jutta Michelsen und Peter Schaper an Eschedes Bürgermeister Gerd Bakeberg und Verwaltungschef Günter Berg. Die Unterzeichner fordern eine Tempo-30-Zone im Bereich Südstraße/Albert-König-Straße. Sie sehen vor allem im Bereich der Einmündung der Osterstraße Kinder durch zu schnelle Lastwagen gefährdet.

15.       Mit einer pfiffigen Idee kommt Peter Schaper dem Nichtraucherschutzgesetz zuvor. Vor Schapers Gästehaus an der Südstraße in Eschede stellt er eine ehemalige Seilbahngondel auf, in der die Raucher ihrem Laster nachgehen können. Einst versah die Seilbahngondel im Schweizer Kanton Nidwalden ihren Dienst.

23.       Im Escheder Freibad wird ein Johannisfeuer entzündet. Damit wird gegen die Sommersonnenwendfeier von Rechtsextremisten bei Landwirt Joachim Nahtz in Eschede protestiert, die gleichzeitig stattfindet. Die beiden Escheder Pastoren Karsten Kümmel und Christof von Butler rufen in einer Andacht gegen jede Form von Extremismus auf.

24.               16 Mannschaften aus dem Landkreis Celle treten beim Kreisjugendfeuerwehrwettbewerb auf dem Jahnplatz in Eschede an. Nach spannenden Wettkämpfen steht fest, dass die Jugendfeuerwehren aus Fassberg und Müden den Landkreis beim Bezirkswettbewerb in Dannenberg vertreten werden.

30.       Höfers neuer Schützenkönig ist Karl-Heinz Walther, „der lautstarke Hühnerzüchter“, Vizekönig ist Joachim Bomeier, „der Terrassenzapfer“. Den Titel der Damenbesten holt sich Melanie Meyer Ibsch, „die blumige Sportschützin“, ihr folgt Helga Scheffler, „die Königsdompteurin“.

Juli

10.       Bei zwei Enthaltungen spricht sich der Rat der Gemeinde Eschede dafür aus, ein „bürgerschaftliches Bündnis gegen Rechts“ zu etablieren.

11.               In Weyhausen an der Kreuzung steht wieder ein Synthetischer Hirsch. Nachdem dem hölzernen Urviech nach einem Entwurf von Eugen Egner der Kopf abgefallen war, ist der Neubau jetzt aus glasfaserverstärktem Kunststoff aufgebaut und damit quasi unverwüstlich. Auch den neuen Hirsch hat das Haus in der Heide in Weyhausen gesponsert, verwirklicht hat ihn Robert Kordesee aus Dresden, der sein Fachwissen im Dekorationsbau erworben hat.

12.               Eschede verfolgt nicht länger das Projekt einer Ersatzbrücke über die Bahn zwischen Starkshorn und Lohe. Die alte Brücke, die wegen Baufälligkeit seit Monaten für den Fahrzeugverkehr gesperrt ist, soll 2008 oder 2009 von der Gemeinde Unterlüß abgerissen werden. Eschede wollte mit einer Ersatzbrücke den Feuerschutz und die Wanderwegverbindung aufrechterhalten. Nachdem der Landkreis Celle mit zusätzlichen Feuerlöschbrunnen den Feuerschutz entlang der Bahn gewährleistet sieht und Zuschüsse für die neue Brücke abgelehnt hat, sieht die Samtgemeinde keine Chance mehr, das 70000 Euro teure Bauwerk zu verwirklichen.

13.               In Eschede startet mit einem Workshop die neue Leader-Region „Lachte-Lutter-Lüß“, in der sich die Samtgemeinden Eschede und Lachendorf, die Gemeinde Unterlüß sowie die Ortsteile Garßen, Altenhagen und Groß Hehlen der Stadt Celle zusammengefunden haben. Ziel der Region ist es, mit einem gemeinsamen Entwicklungskonzept zusätzliche zwei Millionen Euro aus den EU-Fördertöpfen zu erhalten.

13.       72 Stunden haben sie Zeit, die Mitglieder der Landjugend Heidegeister aus Scharnhorst, um die ihnen gestellte Aufgabe zu lösen: Zusammen mit den Besuchern des Escheder Jugendtreffs sollen sie die Außenanlagen neu gestalten und transportable rustikale Sitzbänke bauen. Und natürlich schaffen sie es, am Sonntagabend hat sich das Umfeld des Jugendtreffs mächtig gewandelt.

14.               Ein Dorf geht auf Reisen: Gemeinsam mit Einwohnern aus Unterlüß fahren die Escheder in einem Metronom-Sonderzug nach Leipzig und sehen sich für ein paar Stunden in der größten Stadt Sachsens um.

14.       Seit genau 30 Jahren sammelt die Jugendfeuerwehr Eschede regelmäßig Altpapier. Mit drei Tonnen ging es los, jetzt kommen bei den Sammelterminen jeweils bis zu 40 Tonnen zusammen. Die Einnahmen aus dem Altpapierverkauf werden in die Jugendarbeit der Wehr gesteckt.

14.       Marc Dornbusch, „der feurige Maurermeister“ ist Habighorster Schützenkönig 2007. Ihm zur Seite steht Vizekönig Manfred Joretzki, „der Weitgereiste“.

18.               In Eschede wird der Förderverein Markmanns Spielzeugstuben gegründet. 33 Gründungsmitglieder beschließen den Satzungsentwurf, zur Vorsitzenden wird Barbara Klug-Thies gewählt, ihre Stellvertreterin ist Hildegard Markmann, die als Betreiberin den engen Kontakt von Museum und Förderverein sicherstellen will. Ziel des neuen Vereins ist es, die Spielzeugstuben dauerhaft in Eschede zu halten.

21.       Frank Werner, „der vielseitige Heimwerker“, ist der Scharnhorster Schützenkönig 2007. Die Vizekönigswürde erringt Henning Marwede, Damebeste ist Gitte Dräger.

23.       Mit 93 Jahren stirbt in Berlin Eschedes Ehrenbürger George Tabori. Der Theatermacher, Regisseur und Autor war im Jahr 2000 mit der Ehrenbürgerwürde ausgezeichnet worden, weil er seit 1989 bei den Heide(n)spektakeln der Randlage Eschede den Besuchern unwiederbringliche Theatererlebnisse beschert hatte.

August

4.         Neben dem Aldi-Mark ein Diner-Restaurant und auf dem größten Teil der Fläche eine Photovoltaik-Anlage zur Stromerzeugung, so sehen die Pläne des Investors für das Winkelmann-Gelände aus. Jetzt wird ein Betreiber für das Restaurant gesucht. Später soll eventuell noch ein Motel am Escheder Ortseingang gebaut werden. Das Wohnhaus und die große Hobelhalle sollen auf dem Gelände stehen bleiben, an Wohnbebauung ist nicht gedacht.

11.               Logenplätze zur Beobachtung der Hirschbrunft sollen in Starkshorn eingerichtet werden. Ein Parkplatz für 150 Fahrzeuge, zwei Aussichtsplattformen und Informationstafeln sehen die Pläne vor, die mit Ziel-1-Mitteln verwirklicht werden sollen. Im September zerschlagen sich die Vorstellungen allerdings, das Anlastungsrisiko und damit den eventuellen Rückbau und die Übernahme der Kosten wollen weder der Landkreis noch die Samtgemeinde Eschede tragen.

12.               Lama-Nachwuchs im Filmtier-Park von Joe Bodemann in Aschenberg. Einen Tick dunkler als Mutter Anna ist die kleine Sybille, die bald munter durch das Gehege hopst.

18.               „Ein Dorf bewegt sich“, unter diesem Motto steht die Veranstaltung der Freiwilligen Feuerwehr Endeholz, die zum Skaten, Wandern, Joggen, Walken und Talken über vier und acht Kilometer sowie zu weiteren sportlichen Aktivitäten einlädt.

24.       Bereits zum elften Mal findet auf dem Thies-Hof in Höfer das Weinfest zugunsten des Heideschwimmbads Höfer statt. Neben edlen Tropfen gibt es Musik von Gerd Wengler und Heiko Badel.

26.       Mit einem bunten Fest in der Glockenkolkhalle geht in Eschede die zehntägige Begegnung von 60 Jugendlichen aus Lettland, Weißrussland, der Ukraine und Deutschland zuende. Die Jugendlichen, die sich alle im Roten Kreuz engagieren, unternehmen gemeinsame Ausflüge in den Harz und nach Hannover, üben aber auch gemeinsam Erste Hilfe.

September

1.         „Eschede wie es gestern war“ lautet der Titel einer Sonderausstellung in Markmanns Spielzeugstuben. Neben Exponaten zu Handel und Wandel gibt es Bilder, Berichte, Anekdoten und Geschichten.

6.         Der weitere Ausbau des Mühlenwegs in Habighorst erregt die Gemüter. Nachdem vor zwei Jahren bereits der erste Bauabschnitt verwirklicht wurde, soll es jetzt von der Mühle in Richtung Kirchweg weitergehen. Die im Gemeinderat vorgestellte Planung sieht Kosten von 175000 Euro vor, davon müssten die wenigen Anlieger 90 Prozent aufbringen. Der Rat der Gemeinde kann sich in diesem Jahr nicht zu einer Entscheidung durchringen.

7.         Die Scharnhorster weihen ihren neuen Spielplatz am Kindergarten ein. Eine Benefizveranstaltung der Scharnhorster Vereine hatte im Vorjahr 3500 Euro eingebracht, der Rat der Gemeinde steuert 500 Euro zum Ausbau bei.

8.         Zur kulinarischen Nacht lädt der Förderverein ins Escheder Freibad ein. Neben Gaumenfreuden gibt es kühle Getränke, für die Unterhaltung sorgen „Sax und mehr“ sowie die Percussion-Truppe „Sambatz“. Ein Feuerwerk sorgt für den krönenden Abschluss.

23.       In Eschede findet die zweite Eschenschau statt. 60 Aussteller zeigen auf dem Schulhof und in der Glockenkolkhalle ihre Leistungsfähigkeit, Vereine und Verbände präsentieren ihr Angebot. Dazu gibt es Hubschrauberrundflüge über der Gemeinde, eine Tombola lockt mit 500 attraktiven Preisen. Über 2000 Besucher lassen sich das Geschehen nicht entgehen. Die Kollekte des Gottesdienstes, mit dem die Eschenschau beginnt, wird später der Celler Tafel überreicht, immerhin 600 Euro. Im Dezember werden die Erlöse der Eschenschau, stolze 5000 Euro, an die Fördervereine der Bäder in Eschede und Höfer, an den Escheder Kindergarten an der Breite und an den Verein Kinder- und Jugendhilfe-Netzwerk in Eschede ausgeschüttet.

25.       Heeses Teichwirtschaft in Aschauteiche setzt auf Expansion. Künftig sollen mehr Forellen am Standort produziert werden. Der dazu notwendige Bebauungsplan wird im Wirtschaftsausschuss der Gemeinde vorgestellt.

27.       In Eschede werden an der Rebberlaher Brücke, in der Schule und in der Eschenhalle werden Szenen für den Film „Eschede Zug 884“ gedreht. Die Dokumentation mit szenischen Anteilen beleuchtet das ICE-Unglück vom 3. Juni 1998. Gezeigt werden soll der Film, bei dem Raymond Ley Regie führt, soll Ende Mai 2008, wenige Tage vor dem zehnten Jahrestag das Unglücks, ausgestrahlt werden.

27.       Welche Unterkünfte muss die Samtgemeinde Eschede noch für Asylbewerber und Obdachlose vorhalten? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Bau- und Umweltausschuss und kommt zu dem Schluss, dass die so genannte Schorsenburg an der Osterstraße in Eschede nicht mehr benötigt wird. Das Gebäude wird später an die Gemeinde Eschede übertragen, die einen Käufer für das 2558 Quadratmeter große Areal mit den beiden Gebäuden sucht.

28.               In Eschede startet das dreitägige Festival „Hören & Sehen“ der Randlage Eschede. Geboten werden den Besuchern eine Ausstellung des Theaterfotografen Stefan Ódry, Konzerte, Lesungen und eine Theateraufführung des Berliner Freyer-Ensembles.

29.               Platz für Wölfe will Joe Bodemann im Filmtier-Park in Aschenberg schaffen. Einem Aufstellungsbeschluss für die Bebauungsplan-Änderung stimmt der Rat der Gemeinde Scharnhorst bei einer Sitzung im Dschungel-Café in Aschenberg zu.

Oktober

1.         Zwischen Scharnhorst und Endeholz beginnt der Bau von drei Windkraftanlagen. Auf Fundamenten mit einem Durchmesser von 18 Metern sollen die Stahlrohrtürme mit einer Nabenhöhe von 64 Metern und einem Rotordurchmesser von 70 Metern stehen. Zwei Megawatt Nennleistung hat jede der Anlagen und

2.         In Schelploh beginnt der Abriss des Landhauses. Nach dem Brand im März 2005 und dem Tod des Besitzers im Oktober 2006 war das 100 Jahre alte Gebäude immer weiter verfallen. Jetzt wollen die Erben reinen Tisch machen. Höhepunkt ist die Sprengung des Turms am 11. Oktober. Später wird der Schutt in einer mobilen Brechanlage zu rund 1000 Tonnen Mineralgemisch verarbeitet. Im ehemaligen Park des Landhauses sammelt das Celler Abrissunternehmen viele Tonnen Müll ein und führt sie der Entsorgung zu.

13.       Die zehnjährige Louisa Rüscher aus Groß Brunsrode ist die 10000. Besucherin in Markmanns Spielzeugstuben. Von Hildegard Markmann, die die Spielzeugstuben zusammen mit ihrem Mann Richard am 1. Juni 2000 eröffnet hatte, erhält die Jubiläumsbesucherin ein kleines Geschenk.

18.       Am 22. Juli 1912 rollte der erste Zug zwischen Beedenbostel und Höfer, jetzt will die OHE das Stichgleis, das seit Jahren nicht mehr genutzt wird, demontieren. Das Unternehmen hat das dazu notwendige Planfeststellungsverfahren eingeleitet, seit heute liegen die im Rathaus in Eschede aus.

22.       Tragisches Ende des ehemaligen Escheder Pastors Wilm Steingräber. Beim Versuch, an der portugiesischen Algarve-Küste Kinder aus der starken Strömung des Atlantik zu retten, ertrinkt der Seelsorger, der von Januar 2000 bis November 2002 die Escheder Johanniskirchengemeinde betreute. Steingräber war zuletzt Pastor in Waake im Landkreis Göttingen.

28.       „Länderspiel“ auf dem Sportplatz im Brunshagen in Eschede. Eine Escheder Auswahl tritt gegen die Gäste aus Eschedes Partnergemeinde Barneville-Carteret an. Nach dem Spielen der beiden Nationalhymnen durch den Feuerwehr-Musikzug Eschede pfeift Bundesliga-Schiedsrichter Bernd Hauer die Partie an. Sie endet mit 2:1 für die Franzosen, die den Wanderpokal 2008 verteidigen wollen.

November

8.         Bei einer Neuauflage des Eschenschnacks in der Glockenkolkhalle geht es vor allem um die Frage, wie Eschede mit dem Thema Rechtsextremismus umgeht. Neben örtlichen Politikern diskutieren der ehemalige niedersächsische Innenminister Heiner Bartling (SPD), Maren Brandenburger, Pressesprecherin des niedersächsischen Landesamtes für Verfassungsschutz, der Celler Polizeichef Gerd Schomburg und Landrat Klaus Wiswe. Zudem geht es in der Veranstaltung um Eschedes weitere Entwicklung.

21.       Grünes Licht für die Leader-Region Lachte-Lutter-Lüß, in der sich die Samtgemeinden Eschede und Lachendorf, die Gemeinde Unterlüß sowie die Celler Stadtteile Garßen, Altenhagen und Groß Hehlen zusammengetan haben: Sie gehört zu den 32 Gebieten im Land, die mit ihren eingereichten Entwicklungskonzepten die Zustimmung einer 30-köpfigen Expertenkommission gefunden haben und sich über zusätzliche zwei Millionen Euro Fördergelder freuen können. Damit sollen nachhaltige Entwicklungen gefördert werden.  

Dezember

1.         Babuschka und Väterchen Frost sind die Hauptdarsteller in einer weiteren Sonderausstellung mit russischen Spielzeug im Markmanns Spielzeugstuben in Eschede.

7.         Die Sparkasse Celle kündigt die Schließung ihrer Selbstbedienungsgeschäftsstelle in Höfer zu Ende März 2008 an und begründet dies mit der Unwirtschaftlichkeit des Standortes. Höfers Bürgermeister Michael Cruse spricht vom Verlust eines weiteren Stücks Infrastruktur für seinen Ort.

8.         „Adventszeit - Kulturzeit“ heißt es am Vorabend des Escheder Weihnachtsmarktes erneut in der Escheder Glockenkolkhalle. Herman Wiedenroth liest Geschichten und Gedichte zur Weihnachtszeit vor, Musik steuern der Gitarrenkreis „Saitensprünge“, die A-Capella-Gruppe „Planet Harmony“ sowie Kerstin Weise (Sopran) und Heike Lindemann (Klavier) bei, für das leibliche Wohl sorgen der Landfrauenverein und die Rathausmitarbeiter.

11.       Auf dem ehemaligen Winkelmann-Gelände in Eschede regiert der Abrissbagger. Die Nebengebäude des Zimmereibetriebes werden dem Erdboden gleich gemacht, so wird Platz für den geplanten Aldi-Markt und eine große Photovoltaik-Anlage zur Stromerzeugung geschaffen.

15.               „In einem anderen Licht“ heißt die Ausstellung mit Fotografien zum Landhaus Schelploh in der Galerie Wehrhahn in Oldau. Ab Februar 2008 werden die Bilder zum inzwischen abgerissenen Landhaus auch in der Escheder Flohrmühle gezeigt.

18.       Die Freiraumplastik „Kommen & Gehen“, die bis 2005 ihren Platz neben dem Escheder Rathaus hatte und dann dem Schulerweiterungsbau weichen musste, soll am Escheder Bahnhof neu aufgestellt werden. Das beschließt der Rat der Gemeinde Eschede. Vorausgegangen ist die Initiative einer Gruppe Interessierter um den Escheder Steinmetzmeister Peter Schaper. Die Gruppe die notwendigen Arbeiten erkundet und der Gemeinde die Verwirklichung ohne Kosten für die Öffentlichkeit zugesagt. Spontan erklärt Ratsherr Eckhard Breetzke in der Sitzung, dass er das Fundament spendieren werde.

25.       Für ein paar Stunden sitzen etwa 20 Anwohner der Escheder Poststraße am ersten Weihnachtsfeiertag auf dem Trockenen. Ein Wasserrohrbruch hat die Versorgung gestoppt, gegen 19 Uhr ist das Leck abgedichtet, das Wasser fließt wieder. Die Nachbarschaft habe sich rührend um sie gekümmert und Kaffee und Kuchen vorbeigebracht, sagen die beiden Arbeiter, die sich stundenlang im Schlamm bewegen müssen.