Samtgemeinde Eschede


Neues Personenstandsgesetz am 01. Januar 2009 in Kraft getreten

Am 01. Januar 2009 ist bundesweit das neu gestaltete Personenstandsgesetz in Kraft  getreten, das grundlegende Veränderungen mit sich bringt. Durch diese Reform mussten umfangreiche Umstellungsarbeiten im EDV-Programm vorgenommen werden.  

Hier ein Überblick über die wichtigsten Neuerungen der Personenstandsreform:

Einführung der elektronischen Registerführung spätestens bis zum Jahre 2014:

Bislang wurden Geburten, Sterbefälle, Eheschließungen und Lebenspartnerschaften ausschließlich in Papierform in den so genannten Personenstandsbüchern beurkundet. Ab 01. Januar 2009 werden diese Daten neben der Papierform auch als elektronische Datensätze gespeichert. Voraussichtlich ab 2011/2012 wird die Speicherung nur noch elektronisch erfolgen, so dass Papier nicht mehr notwendig ist, Ziel ist außerdem, die älteren, noch in Papierform vorhandenen Beurkundungen nach zu erfassen.

Befristete Fortführung und Aufbewahrung der standesamtlichen Bücher:  

Seit 1874 werden Geburten, Sterbefälle und Eheschließungen vom Standesamt am Ort des Ereignisses beurkundet und aufbewahrt. Das neue Personenstandsrecht sieht vor, dass die Bücher nach Ablauf bestimmter Fristen an die Archive abzugeben sind. Für die Geburtsregister gilt eine Frist von 110 Jahren, für die Ehe- und Lebenspartnerschaftsregister gilt eine Frist von 80 Jahren und für die Sterberegister eine Frist von 30 Jahren. Nach Ablauf dieser Fristen werden die Bücher nicht mehr fortgeschrieben. Urkunden können daraus nicht mehr erstellt werden.  

Diese Bücher sind an das Archiv der Gemeinde Eschede abgegeben worden. Aus diesen Büchern können lediglich Ablichtungen ausgestellt werden. Eine beglaubigte Ablichtung aus einem dieser Bücher kostet z.Zt. 10,-- €. Um an eine Ablichtung aus einem Geburten-, Eheschließungs- bzw. Sterbebuch aus dem Archiv der Gemeinde Eschede zu gelangen, wenden Sie sich ebenfalls an das Standesamt Eschede, Frau Siemann, Tel.: 05142/411-17.  

Abschaffung des Familienbuches:  

Seit dem 01. Januar 1958 wurde am Tag jeder Eheschließung ein Familienbuch angelegt, das im Heiratsstandesamt aufbewahrt wird. Es handelt sich dabei um eine Karteikarte im DIN A 4 Format mit den maßgeblichen Daten zum Hochzeitspaar, deren Eltern und der Namensführung. Kinder aus der Ehe wurden ebenfalls dort eingetragen.
Ab 01. Januar 2009 wird am Tag der Eheschließung ein Eheregister erstellt, in das nur relevante Daten zum Brautpaar und deren Namensführung eingetragen werden. Die vom 01. Januar 1958 bis 31. Dezember 2008 angelegten Familienbücher werden in inhaltlich reduzierter Form als Heiratsregister weitergeführt.  

Einbinden der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft in das Personenstandsrecht:  

Bislang war das Begründen einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft im Lebenspartnerschaftsgesetz geregelt. Nun sind die Vorschriften dazu in das Personenstandsgesetz aufgenommen worden.  

Urkunden:  

Alle Personenstandsurkunden sind neu gestaltet und strukturiert. Sie werden grundsätzlich im DIN A 4 Format mit eingedrucktem Bundesadler im Hintergrund erstellt.

 
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