Samtgemeinde Eschede


Neuigkeiten

Jahresrückblick

 

Verehrte Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Eschede,

anlässlich des nahen Weihnachtsfestes und des bevorstehenden Jahreswechsels möchte ich Ihnen einen besonderen Gruß zukommen lassen, verbunden mit einem Rückblick auf das hinter uns liegende Jahr. Im zurückliegenden Jahr wurde an vielen Projekten gearbeitet, aber längst nicht alle abgeschlossen.

Die Endeholzer Bürgerinnen und Bürger freut es besonders, dass nunmehr endlich die Ortsdurchfahrt von der Landesstraßenbauverwaltung erneuert wurde und die Baumaßnahmen in der Ortsmitte abgeschlossen sind. Mit Hilfe von Mitteln aus der Dorferneuerung Lutter-Niederung konnte in Regie der Gemeinde die Ortsmitte umgestaltet werden. Die Erneuerung des Einmündungsbereiches in Richtung Marwede und die unterschiedlichen Materialien sowie die entsprechende Bepflanzung haben zur dörflichen Gestaltung beigetragen  und Endeholz zeigt sich seitdem in einem frischen Erscheinungsbild.

Im Herbst wurde mit den Bauarbeiten am künftigen Radweg Marinesiedlung – Starkshorn begonnen, einem Vorhaben der Landesstraßenbauverwaltung, bei dem die Gemeinde in 2006 erstmalig beim Land vorstellig geworden ist. Die Baumaßnahmen werden sich bis ins nächste Frühjahr erstrecken, da unvorhergesehene Probleme an der Baustelle aufgetreten sind und das Projekt dadurch weiter verzögern. Wenngleich diese Maßnahme zu einer deutlichen Verbesserung der Radwegesituation in der Gemeinde beiträgt, so bleibt als Wermutstropfen die erheblich gestiegenen Baukosten, die auch zu einem Viertel von der Gemeinde zu tragen sind.

Erheblich gestiegene Baukosten sind auch beim Bauvorhaben „Sportheim Brunshagen“ zu verzeichnen. Eine allgemeine Baukostensteigerung und unvorhergesehene Komplikationen stellen uns vor eine Herausforderung. Das Gebäude musste runderneuert werden. Die energetische Sanierung durch  Einbau von neuer Heizungs- und Lüftungsanlage, Türen und Fenstern  sowie Sanierung der Nassräume ist abgeschlossen. Im nächsten Jahr wird die Schaffung von Barrierefreiheit  und Sanierung der Mehrzweckräume im Obergeschoss des Sportheimes erfolgen, und danach soll das in 1978 erbaute Sportheim künftig allen  Abteilungen des TUS Eschede, darüber hinaus auch interessierten Vereinen und Institutionen zur Verfügung stehen. Die Fußballabteilung des TUS Eschede hat und wird sich weiter mit Eigenleistungen in das Projekt einbringen, wofür ihr mein besonderer Dank gebührt.

Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses Eschede hat sich leider verzögert. Im Zuge der Detailplanung kam die Forderung auf, dass die erforderlichen Stellplätze, die um das neue Gebäude angeordnet sind, in einer anderen Form platziert werden müssen. Eine dazu erforderliche Änderung des Bebauungsplanes hat uns zeitlich um einige Monate zurück geworfen. Ich rechne in Kürze mit der Baugenehmigung, um die Ausschreibung  kurzfristig durchzuführen und um im Frühjahr des nächsten Jahres mit dem Bau zu beginnen. Die Details wurden in einigen Arbeitsrunden mit den Feuerwehrkameraden erarbeitet, wofür ich mich herzlich bedanke.

Kommunalpolitisch war die Gebäudesituation und Zukunftsgestaltung rund um den Glockenkolk wie schon im Vorjahr ein Thema, das ganz oben auf der Tagesordnung stand. Die Gemeinde hat bereits im Mai die weitere Vorgehensweise beschlossen und eine Arbeitsgruppe für das Projekt „Kommunikationslandschaften statt Klassenräume“ eingerichtet, die ihre Arbeit aufgenommen hat. Das Projekt wird mit über 90 % aus dem Förderprogramm „Städtebauförderung für kleinere und mittlere Gemeinden“ bezuschusst. Nachdem im Herbst der Förderbescheid eingetroffen ist, konnten auch entsprechende Planungsaufträge erteilt werden. Die Diskussionen und Planungen für ein Nachnutzungskonzept werden weiterhin ambitioniert von Rat und Verwaltung unter Einbeziehung der Einwohnerschaft verfolgt und letztendlich zu einer Realisierung geführt werden. Wenn es dabei bisweilen auch kontroverse Vorstellungen gab und gibt, gemeinsam ist die Verbundenheit mit unserem Gemeinwesen und der Wille, das Beste für Eschede, seine Bürgerinnen und Bürger und nachfolgende Generationen zukunftsfähig zu gestalten. Wir sind auf einem guten Weg, lassen Sie ihn uns gemeinsam gehen.

Den Eschenschnack Mitte November in der Glockenkolkhalle, bei dem es natürlich auch um den anstehenden Kraftakt rund um den Glockenkolk ging, hat wieder unser, mittlerweile ehemaliger, Lokalredakteur Joachim Gries moderiert. Rund drei Jahrzehnte lang hat er in der Celleschen Zeitung über Angelegenheiten und Ereignisse auch aus unserer Gemeinde berichtet. Dafür gilt ihm unser Dank.

An dieser Stelle sei die Escheder „Initiative Zusammen“ genannt, die sich verdienstvoll der Flüchtlinge annimmt. Im April wurde für vier Tage eine Ferien-Uni ins Leben gerufen, im Lauftreff, den unser Mitarbeiter Christoph Götze initiiert hat, trainieren Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer der „Initiative Zusammen“ gemeinsam. Der Sport verbindet nicht nur, einer der Flüchtlinge hat in der Laufgruppe sein läuferisches Talent entdeckt und ist bei Großveranstaltungen schon ganz vorne mitgelaufen.

Die Initiative Zusammen hat, wie auch der TUS Eschede, einen Preis von jeweils 3.000 Euro erhalten, den das Eisenbahnunternehmen METRONOM ausgelobt hat. Während die Initiative Zusammen den Bahnhofstunnel neu gestalten möchte, wird der TUS Eschede die Mittel für die Gestaltung einer Sitzecke im Brunshagen verwenden. Beiden Organisationen gilt mein Dank für ihr Engagement.

Ein Highlight  in Eschede war das gut besuchte und perfekt organisierte Rad-Event „Eschede erfahren“ im September des Jahres, das der TuS Eschede, der Verein Gewerbe und Tourismus Eschede sowie die MTB-Radsportgruppe auf die Beine gestellt hatten. Nach akribischer Vorarbeit wurde eine Veranstaltung realisiert, die gezeigt hat, dass hier Könner am Werke waren, die an anderer Stelle schon Erfahrungen gesammelt haben. Auswärtige Radsportler, die regelmäßig unterwegs sind, haben den Eschedern ein hohes Lob gezollt für ein perfektes Streckenmanagement und eine professionelle Organisation der Veranstaltung. Allen Akteuren, die an unterschiedlichen Stellen zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben gilt mein besonderer Dank. Eschede hat sich mit diesem Event hervorragend repräsentiert. Eine Folgeveranstaltung in 2018 ist bereits terminiert.

Ein weiteres Highlight von überregionaler Bedeutung und hoher Werbewirksamkeit realisierte die Reitsportgemeinschaft (RSG) Eschede mit dem 20. Jubiläumsturnier, der Südheide-Summer-Trophy -trotz widriger Wetterbedingungen. Wenn das Team der RSG  alle 2 Jahre zu seinem Turnier einlädt, kommen die Reiter aus vielen Landesteilen gerne nach Eschede – in diesem Jahr sogar aus Südostasien. Das oberste Ziel der Veranstalter, ein Turnier mit guten Bedingungen und guter Atmosphäre zu schaffen, ist auch in diesem Jahr erreicht worden, wofür ich mich bei allen Akteuren recht herzlich bedanke.

Im letzten Jahr habe ich berichtet, dass die Dörfer der Aschau-Niederung in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen sind.  Im zurückliegenden Jahr haben Arbeitsgruppen der einzelnen Ortschaften gemeinsam mit einer Lenkungsgruppe intensiv an der Erarbeitung eines Dorfentwicklungsplanes für die Dorfregion Aschau-Niederung gearbeitet. Die Gemeinde Eschede mit den Ortschaften Eschede, Habighorst und Höfer sowie die Gemeinde Beedenbostel und die Ortsteile Bunkenburg, Jarnsen und Gockenholz der Gemeinde Lachendorf waren als Dorfregion Aschau- Niederung als Teil des niedersächsischen Dorfentwicklungsprogrammes anerkannt und aufgenommen worden. Am 30. November 2017 wurde der Entwurf des Dorfentwicklungsplanes für die Dorfregion Aschau-Niederung offiziell auf dem Grethehof in Habighorst vorgestellt. Der Entwurf des Dorfentwicklungsplanes kann noch bis zum 3. Januar 2018 während der Öffnungszeiten oder nach Vereinbarung im Rathaus der Gemeinde Eschede (Zimmer 26 und 27) von jedermann eingesehen werden. Natürlich ist der Entwurf auch auf der Internetseite der Gemeinde Eschede sowie der Internetseite der Samtgemeinde Lachendorf eingestellt. Das Land Niedersachsen investiert mit seinem Dorfentwicklungsprogramm in den ländlichen Raum, fördert dessen nachhaltige Entwicklung und investiert auch in die historische Bausubstanz der ortsansässigen Gebäude mit dem Ziel, die Ortschaften zukunftsfähiger zu machen. Die Fördermittel sollen dazu beitragen, das soziale Miteinander sowie die Orte als Wohn- und Arbeitsstandort perspektivisch zu gestalten. Die Dorferneuerungsmaßnahmen dienen nicht nur den Einheimischen, sondern dem gesamten Erscheinungsbild und damit auch dem Tourismus.

Im Oktober wurde auf dem Escheder Schulhof und in der Glockenkolkhalle die Patenschaft der Gemeinde Eschede mit der Stabs-/Fernmeldekompanie Panzerlehrbrigade 9 aus Munster erneuert. Seit dem Jahr 1960 besteht eine Patenschaft der Gemeinde Eschede mit einer Bundeswehrkompanie aus Munster. Damals war das die Panzerjägerlehrkompanie 20, später 90. Nach der Auflösung dieser Kompanie wurde die Patenschaft im Jahre 1997 mit der Stabskompanie Panzerjägerlehrkompanie 9 fortgeführt. Im Jahre 2015 wurde die Stabskompanie in die Stabs- und Fernmeldekompanie umgegliedert. Freuen wir uns auf die Fortsetzung einer lebendigen Patenschaft mit den Soldaten.

Im November wurde beim letzten Eschenschnack verdienten Bürgerinnen und Bürgern die Eschennadel verliehen: Gisela Schnobel, Gudrun Stockert, Erich Wulff, Rolf Pundschus und Stefan Kornetzky wurde die Eschennadel für ihr ehrenamtliches Engagement verliehen, da sie sich auf kulturellem, sportlichen oder sozialem Gebiet für die Gemeinde Eschede und das Gemeinwohl verdient gemacht haben und die Gemeinde damit auf besondere Weise repräsentiert haben. Herzlichen Glückwunsch.

Ich möchte allen Bürgerinnen und Bürgern herzlich danken, die sich in unserer Gemeinde auf die vielfältigste Art ehrenamtlich und unentgeltlich für ihre Mitmenschen einsetzen. Nur durch das Engagement vieler Menschen an verschiedenen Stellen ist unsere Gemeinschaft in der Lage, ein breites Angebot,  in unserer Gemeinde insbesondere für unsere Kinder und Jugendlichen, zu unterbreiten.

Ich wünsche Ihnen und allen Angehörigen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest verbunden mit den Wünschen für ein gutes, erfolgreiches neues Jahr 2018, vor allen Dingen natürlich Gesundheit und Frieden.

 

Ihr Günter Berg

Bürgermeister der Gemeinde Eschede.                          


 
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