Fahrt des Freundeskreises nach Barneville-Carteret 2025.
Am Donnerstag, dem 2. Oktober, fand zum 35. Mal die Austauschfahrt zur Partnerschaft
zwischen Barneville-Carteret und Eschede statt. Dieses Jahr ging es für die Teilnehmer
des Freundeskreises aus Eschede nach Barneville. Mit einer halbstündigen Verspätung
ging es am Abend um 20:00 Uhr wieder los. Nach zügiger Fahrt, ohne viel Verzögerung in
einem sehr komfortablen Bus, erreichten wir Barneville gegen 10:15 Uhr bei strömendem
Regen. Der Empfang war trotzdem herzlich. Gleich darauf gab es ein französisches
Frühstück im Centre Eugène-Godey, ausgerichtet von den Gastgebern. Im Anschluss ging
es zu den Gastgeberfamilien. Nachdem man sich frisch gemacht hatte und einem
Mittagessen traf man sich wieder am Ankunftsort, wo ein Reisebus die Franzosen und uns
zusammen nach Cherbourg in die Cité de la Mer brachte. Dies ist ein Museum, das sich
der Unterwasserforschung und der Tiefseeforschung widmet. Es befindet sich im
ehemaligen transatlantischen Hafenbahnhof von Cherbourg. Aufgrund der Wetterlage
konnte der ursprünglich geplante Ausflug in die Innenstadt nicht stattfinden. Mit einer
interessanten Führung durch ein Atom-U-Boot mit deutschem Sprachführer am Ohr und
anschließender Zeit für eigene Erkundungen erlebten alle einen eindrucksvollen
Nachmittag. Nach der Rückfahrt verbrachten die Eschedeer den Abend mit ihren
Gastgebern.
Am Samstag begann um 10:30 Uhr der Wochenmarkt in Barneville. Hier gab
es einen Gemeinschaftsstand beider Clubs mit schönen Bannern voller Bilder aus den
früheren Fahrten und auch viel Bier, denn die deutschen Gäste hatten 2 Fässer mit je 30
Litern deutsches Bier mitgebracht, welches für jeden, der mochte, kostenlos ausgeschenkt
wurde. Trotz noch frischer Witterung war der Stand gut besucht und viele ergriffen die
Gelegenheit, sich bei einem oder zwei Glas Bier auszutauschen. Am Nachmittag startete
um 14:00 Uhr das schon obligatorische Tischtennismatch zwischen dem Team vom TuS
Eschede und dem Club Tennis de table Barneville. Dieses Mal triumphierten am Ende mit
knappem 11:9 die französischen Gastgeber und konnten den mitgebrachten Wanderpokal
für das nächste Jahr entgegennehmen. Der deutsch-französische Abend schloss sich ab
18:00 Uhr an und begann dann ein Weilchen später mit den Ansprachen der
Bürgermeister von Barneville, Monsieur David Legouet, Herr Heinrich Lange von der
Einheitsgemeinde Eschede und zum ersten Mal dabei war auch der Bürgermeister
Monsieur Francis Botta von St. Jean-de-la-Rivière, wo im Salle de la Mer auch der
Festabend stattfand. Die beiden Vorsitzenden, Clovis Le Maguet und Uwe Trampenau,
begrüßten alle Gäste ebenfalls mit ein paar Worten. Anschließend wurde der 1. Gang des
Abendessens serviert. In den für die deutschen Teilnehmer ungewohnt ausgedehnten
Pausen zwischen den Gängen wurde das Publikum durch Mitmach-Tanzeinlagen
unterhalten. Nach dem Ausklang gegen Mitternacht wurde der Saal durch den Einsatz der
französischen Clubmitglieder, aber auch vieler deutschen Gäste aufgeräumt.
Der Sonntag stand den Teilnehmern zur freien Verfügung. Es gab aber einige Vorschläge,
was man unternehmen konnte. Viele waren bei der Bio-Pfeffer-Farm mit weltweitem
Export verschiedenster Kompositionen aus 550 unterschiedlichen Pfefferpflanzen. Die
Betreiberin, Madame Marine Rivière, hatte den Besuchern viel Interessantes berichten
und man konnte auch einiges probieren. Außerdem fand ein Horseball-Turnier statt und
die Steilküste von Carteret mit ihrem Leuchtturm und der Kirchenruine ist immer einen
Besuch wert. Das auch am Sonntag geöffnete Maison du Bisquit hält eine unglaubliche
Vielzahl an Spezialitäten bereit.
Montag früh um 8:30 Uhr ging der Bus von Carteret nach St. Vaast-la-Hogue und dann
weiter mit der Fähre zur Insel Tatihou. Die Fähre ist ein Amphibienfahrzeug und kann bei
Ebbe auf Rädern das jeweils andere Ufer auf einem Weg durch zahlreiche Austernbänke
erreichen. Die nur 29 ha große Insel Tatihou beherbergt 3 Gärten, ein Museum, ein Fort
sowie ein Naturschutzgebiet. In ihrer abwechslungsreichen Geschichte wurde sie
zunächst militärisch, dann als Lazarett, Meeresbiologisches Labor, Kinderkrankenhaus
und noch vieles mehr genutzt. Die Geschichte der wechselhaften Nutzung umspannt
mehrere Jahrhunderte. Der Abend wurde wieder von den Gastgebern gestaltet, die sich
immer mit viel Mühe und kulinarischem Einfallsreichtum hervortaten und mit herzlicher
Gastfreundlichkeit für schöne Abende bei guter Laune in gemeinsamer, manchmal auch
größerer Runde sorgten.
Dienstag war dann schon der letzte Tag. Er begann mit einer Boule-Partie, wieder in St.
Jean-de-la-Rivière. Hier wurde mit gemischten 3er-Teams so manches spannende Spiel
ausgetragen. Zum Mittag fand nebenan in einem großen Zelt ein Barbecue statt. Der
weitere Nachmittag wurde zum allgemeinen Koffer- oder Tasche-packen verwandt. Um
18:00 Uhr trafen sich Gäste und Gastgeber am Bus. Auch dieses Mal geriet der Abschied
bis zum nächsten Jahr recht emotional, mit so mancher Träne im Augenwinkel. Die
Rückfahrt verlief wieder problemlos. Ein kurzer Stau bei Garbsen am Morgen wurde zu
einer 25-minütigen Pause auf dem Rasthof genutzt. Schließlich traf der Bus gegen 9:30
wieder auf dem Platz der freiwilligen Feuerwehr ein.
Es war einmal mehr eine wunderbare Fahrt mit vielen neuen und interessanten
Eindrücken. Diese Fahrten sind naturgemäß kostenintensiv und können von den beiden
Vereinen nicht allein gestemmt werden. Zum Glück gibt es Förderer. Dazu zählen kann
man dieses Jahr auch den #DeutschFranzösischenBürgerfonds, der mit einer
beträchtlichen Summe wesentlich zum Gelingen beigetragen hat.
Matthias Karres
Fotoserien
Fahrt des Freundeskreises nach Barneville-Carteret 2025 (FR, 03. Oktober 2025)

























