Besuch der Franzosen aus Barneville-Carteret vom 13.06.-17.06.2026 in Eschede
Am Samstag, 13.06.2026 gegen 09.00 Uhr trafen unsere französischen Freunde mit dem Bus in Eschede ein. Der Vorstand des Freundeskreises Barneville-Carteret hat wieder ein Rahmenprogramm ausgearbeitet, dass einerseits viele interessante Punkte beinhaltet, andererseits aber auch genug Raum für freie Zeit mit den französischen Gästen lässt.
Bereits um 8:00 Uhr morgens trafen sich einige Mitglieder, um den Empfang vorzubereiten, wobei die meiste Arbeit im kulinarischen Teil steckte. Die französischen Gäste wurden schon am Bus freudig begrüßt. Beim anschließenden Empfang im Eschenhuus begrüßte sie der Bürgermeister Heinrich Lange der Gemeinde Eschede, sowie der Vorsitzende des Freundeskreises, Uwe Trampenau mit freundlichen Worten. Clovis Le Maguet, Vorsitzender der französischen Seite, bedankte sich sehr herzlich. Nach dem Empfang, bei dem alle Platten mit Canapés ziemlich abgeräumt waren, ging es zu den Gastfamilien. Nach dem Auspacken, dem einen oder anderen Kaffee und etwas Erholung traf man sich am Nachmittag im Escheder Schützenheim. Hier hielt Uwe einen kurzen Vortrag über die Geschichte des deutschen Schützenwesens und der des Schützenvereins Eschede. Mit der Übersetzung unterstützte ihn Larissa Baum. Im Anschluss konnte man am Ausschießen eines französischen und deutschen Königs teilnehmen. Hier half unser Freund aus Eicklingen, André Voné, bei der Übersetzung. Parallel dazu gab es Kaffee und Kuchen und zum frühen Abend gegrillte Bratwurst oder Krakauer im Brötchen sowie diverse Getränke. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an den Schützenverein Eschede, der dies möglich gemacht und kräftig unterstützt hat. Es wurde ein sehr geselliger Abend.
Der Sonntag startete um 10:00 Uhr mit einem Tischtennismatch in der Glockenkolkhalle in Eschede. Erstmalig wurden 2 gemischte Teams gebildet, die in der Spielstärke in etwa gleich waren. Ziel war es, für Spieler, wie auch Zuschauer, interessantere Spiele zu kreieren, was auch gelang. Am Ende siegte die Mannschaft mit einem leichten Überhang von deutschen Spielern mit knappem 9:6, sodass der Pokal wieder zurück nach Eschede ging. Zur Siegerehrung wurden traditionell gegenseitig kleine Präsente ausgetauscht. Dann ging es zurück in die Gastfamilien für einen kleinen Snack und zur Vorbereitung auf den deutsch-französischen Abend. Dieser begann dann ab 17:00 Uhr im Lokal „Zur Post“ in Scharnhorst. Zur offiziellen Eröffnung gab es einige Begrüßungsreden von den Vorsitzenden und dem Bürgermeister. Dabei verlieh Uwe Trampenau dem langjährigen Vorsitzenden der Franzosen, Clovis Le Maguet, die Ehrenmitgliedschaft und übergab ihm zusätzlich ein Präsent zu seinem 80. Geburtstag. Ebenfalls mit einem Geschenk bedacht wurde Jacques Barbey zu seinem 79. Geburtstag. Im Anschluss konnten sich alle Gäste am köstlichen Buffet bedienen. Nach dem Essen erfolgte die Proklamation der beiden Könige. Auf französischer Seite waren es ausschließlich die Damen, die die ersten drei Plätze belegen konnten: Königin Catherine Blondel, dicht gefolgt von Annette Le Maguet sowie der drittplatzierten Anna Lanu. Der deutsche Entscheid fiel mit 51,3; 51,0 und 50,7 Punkten denkbar knapp aus: König wurde Uwe Trampenau, der auch mit 26,0 den besten Einzelteiler hatte, flankiert wurde er vom zweiten, Matthias Karres, und dem drittplatzierten Rolf Krell. Uwe Trampenau erhielt einen kleinen Pokal und der französischen Königin wurde, wie im Schützenwesen üblich, eine Erinnerungsscheibe überreicht. Ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle an den Feuerwehr-Musikzug Eschede, der uns bis zum Beginn des gemütlichen Teils des Abends unter großem Beifall musikalisch begleitet hat.
Mit gewohnt guter Musik von DJ Malte Karitzky ging es dann in den gemütlichen Teil über. Ein bunter Mix mit ordentlichem Anteil französischer Titel sorgte für eine überwiegend belebte Tanzfläche. Gegen 23.00 Uhr ging der Abend dann langsam zu Ende.
Am Montag gab es kein festes Programm, denn der Tag sollte den Familien mit ihren Gästen zur freien Verfügung stehen. Allerdings hatte man die Möglichkeit, ab 13:00 Uhr an einem Boßelspiel mit anschließendem Picknick teilzunehmen. An diesem Angebot nahmen gut 20 Interessierte teil. Es wurde in 4 Mannschaften und 2 Gruppen gespielt. Am Ende eines schönen Parcours durch die Landschaft bei Scharnhorst gab es eine Siegermannschaft mit den wenigsten Würfen. So wurde das Team, bestehend aus Anna Lanu, Matthias Karres, Wilhelm Linnewedel, Marc Vincent und Daniel Andouviie mit einer Goldmedaille geehrt. Das anschließende Picknick fand auf dem Hof von Michael in sehr lauschiger Atmosphäre statt. Ein Herzlicher Dank geht an die Organisatoren Nicole und Sonja Carstens, Michael Demel und Melanie Reisacher und Uwe Trampenau.
Die Tischtennisleute waren in der Glockenkolkhalle zu einem Abendessen eingeladen. Hierzu hatten Peter Gleichmann, Michael Wrede und Jan Schimanski ein sehr schmackhaftes Gericht im Dutchoven vorbereitet und die Halle entsprechend mit Tischen und Stühlen eingerichtet. Dazu kamen Salate, die von einigen Frauen vorbereitet wurden. Nebenbei konnte noch an 2 Tischen Tischtennis gespielt werden, was so mancher auch nutzte.
Am Dienstag war es möglich, etwas länger zu schlafen, denn an dem Tag ging es erst um 12:00 Uhr von Eschede Richtung Hannover mit dem französischen Bus los. Die Teilnehmer erwartete eine Führung mit 2 Bruchmeistern zu den verschiedenen Stätten, die für die Geschichte der Stadt und damit dem Entstehen des Schützenwesens eine Bedeutung hatten. Am Neuen Rathaus wurden eine französische Gruppe mit Dédé (André) als Übersetzer und eine deutsche Gruppe gebildet, die dann von je einem Bruchmeister in traditioneller Garderobe begleitet wurden. In den 2 Stunden erfuhren wir sehr viel Interessantes, unter anderem über das Amt des Bruchmeisters. Waren sie früher offizielle Ordnungshüter und Strafvollstrecker der Stadt, so repräsentieren sie heute ihr Schützenwesen sowie die Stadt Hannover und begleiten den Oberbürgermeister zu seinen Terminen. Die Führung endete am Brauhaus Ernst August, wo beide Gruppen wieder zusammentrafen. Es folgte ein zünftiges Abendessen mit Haxe, Braten oder anderen leckeren Speisen aus der Küche, dazu Bier aus der eigenen Brauerei. Nach dem Essen gab es Tischweise ein Seminar zum richtigen Trinken einer Lüttje Lage, dem Traditionsgetränk zum weltgrößten Schützenfest in Hannover. Die Kunst bestand darin, das Glas mit dem Dunkelbier und das Glas mit dem Korn so zu halten und zu kippen, dass auch alles im Mund landet. Überwiegend gelang dies weitestgehend ohne Malheur. Gegen 20:00 Uhr sammelte sich alles dann wieder am Bus und es ging zurück nach Eschede, wo der Restabend bei den Gastgebern stattfand.
Auch der Mittwoch konnte frei gestaltet werden. Üblicherweise wurde der Tag genutzt, um den Franzosen zu ermöglichen, das eine oder andere Mitbringsel zu erwerben. Gern besucht wurde zum einen der Wochenmarkt in Celle, zum anderen waren es die Aschauteiche, wo natürlich Fisch das Hauptthema war. Dann kam auch leider schon wieder die Zeit des Abschieds. Dazu trafen sich alle um 18:00 Uhr an der Feuerwehr in Eschede. Hier stand der Bus bereit und nach Verladen des Gepäcks und der Geschenke wurde sich allseits umarmt und auf das „l‘année prochaine“ vertröstet und so manche Träne rollte herunter. Ein Abschlussfoto der ganzen Gruppe wurde dann vor der Feuerwehr gemacht. Ebenfalls darauf zu sehen waren die beiden Schilder vom Deutsch-französischen Bürgerfond. Diese Schilder begleiteten den gesamten Austausch, waren sie doch Symbol für die sehr hilfreiche finanzielle Unterstützung des Fonds, daher nochmal ein herzliches Dankeschön! Als der Bus nach vielem Winken um die Ecke gebogen war, traf man sich noch kurz zu einer Feedback-Runde. Hier gab fast ausschließlich positive Rückmeldungen, sowie ein paar Vorschläge und Verbesserungsideen für das nächste Mal. Abschließend gab es ein großes Dankeschön an Alle, die zum Gelingen dieses Austausches beigetragen haben.
Matthias Karres
Fotoserien
Besuch der Franzosen aus Barneville-Carteret vom 13.06.-17.06.2026 in Eschede (MI, 15. Juli 2026)
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