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Jahresrückblick 2020

16. 12. 2020

Verehrte Bürgerinnen und Bürger,

anlässlich des nahenden Weihnachtsfestes und des bevorstehenden Jahreswechsels möchte ich Ihnen einen besonderen Gruß zukommen lassen, den ich mit einem kleinen Rückblick auf einige Ereignisse in unserer Gemeinde verbunden habe.

Das Jahr 2020 wird uns als das Jahr der Corona-Pandemie lange in Erinnerung bleiben. Am 16. März begann der erste Lockdown nachdem bekannt war, dass die Infektionszahlen sprunghaft in die Höhe gestiegen sind. Das öffentliche Leben war auf einen Schlag stark eingeschränkt. Alle öffentlichen Einrichtungen der Gemeinde waren geschlossen, Schulen und Kindergärten waren dicht. In den Kindergärten war ein Notbetrieb eingerichtet. Die Gastronomie war geschlossen, selbst die Frisöre haben erst nach einigen Wochen wieder geöffnet und auch die Lockerungen im Sportbereich kamen erst im Juni, so wie für Schule und die Kindergärten.

Zu Beginn des Sommers glaubten wir, das Schlimmste überstanden zu haben, aber im Herbst kam die zweite Corona-Welle und es führte zum abermaligen Lockdown, allerdings in anderer Form.

Alle Veranstaltungen ab März fielen ins Wasser, Schützenfeste wurden nicht gefeiert, Jahreshauptversammlungen der Vereine fielen aus, die sozialen Kontakte waren stark eingeschränkt. Eine Vielzahl von Maßnahmen lassen sich aufzählen, Sie alle haben es selbst erlebt bzw. erleben es immer noch.

Maske, Abstands- und Hygieneregeln bestimmen unseren Alltag. Die jüngste Bekanntgabe, dass ab Mitte Dezember geimpft werden soll, stimmt uns hoffnungsfroh und sollte uns mit Mut und Zuversicht nach vorne schauen lassen. Danke, dass Sie sich bisher so diszipliniert verhalten haben und unsere Gemeinde dadurch bisher keine Beeinträchtigungen zu verzeichnen hat.

Natürlich ging das kommunale Leben im vergangenen Jahr auch weiter,  wo es denn möglich war.

Der Glasfaserausbau schritt voran. Nachdem sich in Teilen von Eschede über 40 Prozent der Einwohnerinnen für einen Glasfaseranschluss der SVO entschieden haben, hat die SVO in Kooperation mit der Gemeinde einem flächendeckenden Ausbau zugestimmt. Den symbolischen Spatentisch zum Ausbaubeginn haben wir im Januar 2020 vollzogen. Im November hat die SVO den ersten Glasfaserkunden in Eschede freigeschaltet.

Bis 2021 soll das Bauvorhaben abgeschlossen sein und alle Hauseigentümer, die sich für einen Glasfaseranschluss der SVO entschieden haben, werden über einen Zugang zur hochmodernen Technik verfügen. Wir möchten, dass auch Habighorst, Höfer, Endeholz und Scharnhorst mit Breitband versorgt werden, sind im Gespräch mit der SVO und werden dazu weiter am Ball bleiben.

Für uns in Eschede bedeutet die neue Technologie einen deutlichen Innovations-Vorsprung. Die zur Verfügung stehenden Datenleistungen sind für immer mehr potentielle Mieter und Hausbauwillige von großer Bedeutung für ihre Miet- oder Kaufentscheidung. Denn für das Arbeiten im Homeoffice oder auch beispielsweise das Streamen von Filmen sind hohe und verlässliche Bandbreiten unabdingbar.

Bereits im Februar wurde nach Beschlussfassung des Lärmaktionsplan das Tempolimit auf der Ortsdurchfahrt Eschede vom Landkreis Celle umgesetzt. Nachts zwischen 22 und 6 Uhr gilt seither Tempo 30 auf der B 191, um die Bürgerinnen und Bürger vor Lärm zu schützen.

Im März startete der Schauspieler Felix Meyer eine neue Veranstaltungsreihe „Zeiten der Mühle“ in der historischen Flohrmühle in Eschede. In „Zeiten der Mühle“ sollten bekannte und unbekannte, regionale wie überregionale Literaten und ihre Texte von Meyer vorgestellt und rezitiert werden. Begonnen wurde die Reihe „Zeiten der Mühle“ mit William Shakespeare, einem der bedeutendsten Dichter der Weltliteratur. Weitere Planungen zur Fortsetzung der Reihe machte das Corona-Virus leider zunächst zunichte.

Das galt auch für Markmanns Spielzeugstuben, die in 2020 ihr 20-jähriges Jubiläum feiern wollten. Im März sollte die Eröffnung des Jubiläumsjahres sein mit Highlights über das Jahr verteilt. Auch hier machte das Corona-Virus die Jahres-Planung zunichte - wie bei so vielen anderen privaten und gemeinschaftlichen Vorhaben in unserer Gemeinde.

Im Frühjahr konnte der Freiwilligen Feuerwehr Eschede der 2. Bauabschnitt des neuen Feuerwehrgerätehauses, der den Sanitär- und Umkleidebereich beinhaltet, zur Nutzung übergeben werden. Die für Mitte Mai geplante Einweihung und der Tag der offenen Tür fielen ins Wasser, ebenso die geplante Übergabe des neuen Tanklöschfahrzeuges TLF 10 für die Freiwillige Feuerwehr, welches im April ausgeliefert wurde. Das Feuerwehrgerätehaus ist seit Frühjahr in Betrieb und es hat sich in der Praxis bisher gut bewährt.

Seit dem 17. März gab es den Lockdown allerorten auch im Landkreis Celle. In Eschede ging ein vom DRK Kreisverband Celle betriebenes Corona-Testzentrum in Betrieb, das bis Ende Juli betrieben wurde.

An dem großen Projekt im Zentrum des Ortes, der Umgestaltung der Freiflächen des Glockenkolks, wurde der 1. Abschnitt realisiert: Der Bürgerpark bietet künftig eine zusammenhängende, öffentliche Parkanlage, die öffentliche Einrichtungen miteinander verbindet. Das neu gestaltete Areal mit Parkplatz, Zuwegung zur Kita Eschennest, einem Hot-Spot, mit einem Trampolin und schönen Möbeln zum Verweilen, sowie einer neuen barrierefreien Treppenanlage zwischen Eschenhalle und Schulhof, erfreut sich mittlerweile großer Beliebtheit und hat seine Feuertaufe als Veranstaltungsareal bestanden. Die Umsetzung dieses Projektes und auch die barrierefreie Treppenanlage lassen erahnen, dass auch die weiteren Teilabschnitte eine interessante Freiflächengestaltung erfahren werden. Der komplette Glockenkolk ist vom Ingenieurbüro Früh aus Hannover aus einer Hand geplant.

 

Das Projekt „Kommunikationslandschaften statt Klassenräume“, also der Umbau der ehemaligen Oberschule zu einem Dorfzentrum, hat Fahrt aufgenommen. Über mehrere Wochen haben die Abbrucharbeiten stattgefunden. Bereits in diesem Zustand ist im Inneren nicht mehr viel von der Schule zu erkennen, denn die veraltete Technik musste raus, Wände wurden eingerissen, um Platz für Neues zu schaffen.  Mit Fördermitteln von ca. 2,4 Millionen Euro wird das Gebäude im nächsten Jahr so umgestaltet, dass es eine Vielzahl von Räumlichkeiten als Familien- und Jugendzentrum, für den Kindergarten, das gemeindliche Leben der Vereine und Verbände und nicht zuletzt Veranstaltungsräumlichkeiten der Kommune für Bildung und Kultur enthält.

Im Bereich des Glockenkolks tut sich aber noch einiges mehr: In weiteren zwei Bauabschnitten wird die Freiflächengestaltung zwischen der Musenmöhl und dem Rathaus erneuert. Das beinhaltet auch den Abbruch des Gebäudes in der Rebberlaher Straße, wo derzeit der Jugendtreff untergebracht ist. Auch hier wurden finanzielle Mittel eingeworben und es erfolgt eine 90%ige Zuschussgewährung.

Die Glockenkolkhalle, unsere Mehrzweckhalle, wird im nächsten Jahr saniert. Aus einem Förderprogramm wurden entsprechende Mittel akquiriert und es erfolgt im Wesentlichen die Erneuerung der Sanitäranlagen, des Fußbodens und der Beleuchtung.

Der Rat hat im Sommer wichtige Entscheidungen getroffen, um die Betreuungssituation unserer Kinder im Kindergarten, aber auch die Schulsituation in der Grundschule künftig deutlich zu verbessern.

Der Kindergarten Eschennest wird Richtung Westen erweitert. Er wird künftig Räumlichkeiten für 4 Gruppen aufnehmen, dazu entsprechende Räumlichkeiten für Büro, Personal und Sanitäreinrichtungen. Die bisherige Einrichtung wird umgestaltet zu einer Kinderkrippe und künftig 2 Gruppen aufnehmen. Die Verwaltung befindet sich derzeit in der Vorbereitung für eine Planerauswahl, die Umsetzung der Baumaßnahme wird im Zeitraum ab Herbst 2021 bis Herbst 2022 erfolgen.

Im Juli beschloss der Gemeinderat von Eschede mit großer Mehrheit einen Gebäudetausch zwischen Schul- und Gemeindeverwaltung. Das alte Rathaus, das aus einem Feuerwehrgerätehaus hervorgegangen ist, wird den Anforderungen schon lange nicht mehr gerecht. Die Gemeindeverwaltung wird in absehbarer Zeit in die alte Grundschule umziehen, in der zurzeit die Schulverwaltung tätig ist. Die Schulverwaltung wird voraussichtlich für eine Übergangszeit Räume in dem neuen Bürgerhaus bekommen und dann später in das umgebaute alte Rathaus oder einen Neubau einziehen.

Im Herbst wurde der Bebauungsplan für das Neubaugebiet „Auf dem Hesterkamp“ in Eschede beschlossen. Die Erschließungsarbeiten haben begonnen und die meisten Grundstücke sind bereits reserviert. Die Gemeinde beschäftigt sich daher mit der weiteren Entwicklung im Kernort, aber auch in den Dörfern der Gemeinde.

Unsere wichtigen Freizeiteinrichtungen, das Freibad Eschede und das Heideschwimmbad Höfer, werden umfassend saniert. Beide Bäder erhalten neue Folienauskleidungen, in Eschede eine neue Einströmtechnik, in Höfer neue Sprungtürme und einiges mehr. Wenngleich reichlich Fördermittel für die Projekte fließen, ist Eigenleistung unerlässlich. So wird in Eschede bereits seit Monaten das Bad durch viele fleißige freiwillige Helfer umfassend saniert. Nur durch das großartige Engagement der freiwilligen Akteure kann das Bad technisch auf Vordermann gebracht werden. Während das Freibad Eschede im Sommer nicht betrieben wurde, konnte in Höfer gebadet werden und die Sanierungsarbeiten wurden im Wesentlichen nach der Saison gestartet. Auch hier erfolgt großes Engagement vieler freiwilliger Helfer, wodurch die Investitionskosten reduziert werden. Besonderen Dank an die beiden Fördervereine in Eschede und Höfer, an die vielen Helfer und Unterstützer. Freuen wir uns auf die neue Badesaison in 2021 in sanierten Bädern.

Anfang März mussten wir erfahren, dass die NPD etliche Veranstaltungen in und um Eschede plante. Diese Angelegenheit wurde im Laufe des Jahres zum Dauerthema in den lokalen Medien und rief Widerstand nicht nur in der Escheder Bevölkerung hervor. Im Juni und im September gab es einen Aufmarsch von wenigen NPDlern in Eschede und jeweils eine große Anti-NPD-Demonstration. Das zu Jahresbeginn in Eschede gegründete „Bündnis gegen Rechtsextremismus“ hat bei den Veranstaltungen durch friedliche Aktionen zum Ausdruck gebracht, dass man sich gegen ein Veranstaltungszentrum Am Finkenberg klar positioniert. Ich möchte Sie dazu aufrufen, dass wir bei diesem Ansinnen nicht nachlassen dürfen und gemeinsam als Dorfgemeinschaft uns dem entgegenstellen müssen.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen ein besinnliches und gesegnetes Weihnachtsfest, dass Sie es mit Ihren Lieben gesund und fröhlich begehen können. Damit verbinde ich den Wunsch für ein neues Jahr in Frieden und Gesundheit. Lassen Sie uns mit Zuversicht in die Zukunft blicken, die entwickelten Impfstoffe können ein Licht am Ende des Tunnels sein. Auf jeden Fall werden wir gemeinsam dem Virus trotzen bis es seinen Schrecken verloren hat, und dann werden wir vieles in neuem Lichte sehen.

Ihr Günter Berg

Bürgermeister der Gemeinde Eschede

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Jahresrückblick 2020