Ihr Bürgerhaus - der Bürgersaal als "Herzstück" im 1. Obergeschoss

Grundriss 1. OG

 

Stephanie Erikson – Präventologin aus Eschede

 

STephanie Erikson

 

Wofür engagieren Sie sich und warum machen Sie das?

 

Vor einigen Jahren habe ich mich dazu entschieden, beruflich neue Wege einzuschlagen und so ein Fachstudium der Präventologie zu beginnen. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums eröffnete ich vor fast 9 Jahren meine erste „Präventologische Beratungspraxis“ hier in Eschede. Nach weiteren Fortbildungen zur Entspannungstrainerin und Meditationslehrerin zog ich mit der Praxis in die Räumlichkeiten des „Kaiserlichen Postamts“ in der Bahnhofstraße. Heute findet man meine Praxis für Stressbalance „ZeitRäume“ in der Celler Straße 24 in Eschede.

Mein Ziel ist es, den Menschen, die zu mir kommen, den Raum zu geben, in dem sie vertrauensoll über ihre kleinen und großen Probleme sprechen können. Wir können dann gemeinsam die Gedanken sortieren und über weitere Schritte und Lösungsmöglichkeiten nachdenken. Oft gelingt dieses gut durch Entspannung, Meditation und Atemübungen. Allerdings stelle ich weder Diagnosen, noch führe ich Therapien durch!

Wir Präventologen möchten den Menschen helfen, mehr Einfluss auf ihre eigene Gesundheit und Lebenswelt auszuüben und möchten ihnen zugleich ermöglichen, Entscheidungen in ihrem Lebensalltag zu treffen, die ihrer Gesundheit zugutekommen.

 

 

Wie nehmen Sie die baulichen Veränderungen im Glockenkolk wahr?

 

Ich stehe den baulichen Veränderungen im gesamten Glockenkolk sehr positiv gegenüber.

 

Durch dieses Areal, dem Zusammenspiel aus Bürgerhaus und Bürgerpark, wird eine Begegnungsstätte für Jung und Alt geschaffen. Ich erhoffe mir in dem Bürgerhaus zentrierte Räumlichkeiten, die es den verschiedenen Menschengruppen ermöglichen, „unter Leute zu kommen“, sich zu begegnen und auf den verschiedenen Wegen ins Gespräch zu kommen und vielleicht gegenseitig zu unterstützen.

 

 

Was erhoffen Sie sich davon, für die Gemeinde, aber auch für Ihr Engagement?

 

Ich selbst habe viele Klienten aus anderen Gemeinden, die gern weitere Wege nach Eschede auf sich nehmen – auch weil die Angebote vor Ort fehlen. Hier hat man nun Möglichkeiten, Räumlichkeiten für solche Angebote in Eschede und für die Escheder zu integrieren.

 

Aktuell, bedingt durch die Coronasituation, mussten auch viele meiner Kurse komplett ausfallen und nur einige konnten online stattfinden. Die Onlineangebote haben sich während der Pandemie vermehrt integriert und werden vermutlich auch künftig in gewissem Umfang bestehen bleiben. In vielen Bereichen hat es sich auch bewährt – so hatte ich die Möglichkeit, Menschen in ganz Deutschland über meine Videos auf Plattformen wie YouTube zu erreichen, die ich vor Ort nie hätte kennen lernen dürfen.

Aber nun ist es auch wichtig, wieder Veranstaltungen und Kurse vor Ort stattfinden zu lassen – der persönliche Kontakt ist gerade in diesen Zeiten noch wichtiger geworden. Die Menschen möchten wieder mit anderen Menschen zusammenkommen.

 

2,6 Mio. € Baukosten für das Bürgerhaus - rausgeschmissen oder gut angelegt?

 

Ich würde sagen, es trifft hier das glatte Gegenteil von „rausgeschmissen“ zu. Mit den verschiedenen Maßnahmen wird hier etwas geschaffen, was Eschede nun nach all den Jahren braucht.

 

Heutzutage ist leider oftmals der Fernseher die Kultur. Umso wichtiger ist es also, die Kultur auch durch kleinere Angebot näher zu bringen und dafür werden entsprechende Räume und Plätze benötigt. Insbesondere durch Corona ist das lange auf der Strecke geblieben.

Auch benötigen die Vereine, die VHS u.a., aber auch die tollen Dienstleister im Gesundheitssektor, die in Eschede wohnen, gut zugängliche Räume für ihre vielfältigen und wichtigen Angebote.

 

 

Finden Sie ein entsprechendes Raumangebot wichtig für unsere Vereine?

 

Das Raumangebot in Eschede unterliegt definitiv dem vorhandenen Bedarf.

 

Auch ich bin seit langer Zeit auf der Suche nach adäquaten und größeren Räumlichkeiten, um wieder Kurse größerer Art anbieten zu können. Meine aktuelle Praxis bietet lediglich Räumlichkeiten für Einzelgespräche.

 

 

Wie nimmt die Öffentlichkeit die Veränderungen wahr? Was hören Sie von Familienangehörigen, Freunden etc.?

 

Es gibt durchaus kritische Stimmen.

Das liegt, so denke ich, aber auch daran, dass die Veränderungen lange Zeit nicht gesehen werden konnten. Veränderungen im Bürgerpark werden direkt beim Vorbeigehen erkannt. Das Bürgerhaus ist in sich geschlossen, lediglich die Autos der Baufirmen sind zu sehen. Die veröffentlichten Fotos ermöglichen es immer wieder, sich ein Bild davon zu machen. Aber nicht jeder nimmt von der Berichterstattung Notiz.

 

Ich denke, auch hier wird es noch nach der Eröffnung wichtig sein, „einen langen Atem“ zu haben und die Bürger „abzuholen“ und zu beteiligen. Diese entstehenden Raumangebote müssen sich etablieren.

 

Wichtig ist auch, die Zufriedenheit zu erreichen. Ich kann mir vorstellen, dass zum Beispiel ein Tag der offenen Tür, an dem sich die verschiedenen Nutzer mit Ihren Angeboten vorstellen und mit Interessenten in den Austausch kommen, dazu beitragen kann.

 

Nur so kann ein Bürgerhaus belebt und getragen werden.

 

 

Was sagen Sie zum künftigen Bürgersaal?

 

Der Raum bietet sich mit seiner Größe optimal für Veranstaltungen kleinerer Art an.

 

Vor ein paar Jahren habe ich verschiedene Veranstaltungen im Auftrag der Gemeinde in der „Glockenkolkhalle“ und „Musenmöhl“ organisiert. Diese Räume waren für die Art der Veranstaltungen oft nicht optimal. Viel Dekoration und aufwendiger Umbau waren nötig um Atmosphäre zu schaffen.

Der neue Bürgersaal bietet nun grundsätzlich eine solche gute Atmosphäre. Hier kann ich mir regelmäßig kleine Konzerte mit Singer-Songwritern, Lesungen, Poetry Slam oder Aufführungen gut vorstellen.

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Fr, 06. Mai 2022

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